Zugschaffnerin kämpft nach Attacken auf der Deutschen Bahn für mehr Sicherheit

Janos Neureuther
Janos Neureuther
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Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunglücks mit Menschen in Helmen, die herumstehen, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Janos Neureuther

Zugschaffnerin kämpft nach Attacken auf der Deutschen Bahn für mehr Sicherheit

Zugschaffnerin aus Saerbeck fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen nach wiederholten Übergriffen auf der Deutschen Bahn

Die Zugbegleiterin Mandy Brune aus Saerbeck setzt sich für strengere Schutzvorkehrungen ein, nachdem sie im Berufsalltag immer wieder mit Beleidigungen und Angriffen auf der Deutschen Bahn konfrontiert wurde. Sie unterstützt eine Kampagne, die auf die Gefahren aufmerksam macht, denen Bahnmitarbeiter auf der Deutschen Bahn in ganz Deutschland ausgesetzt sind. Die Initiative mit dem Titel "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" soll Fahrgäste über die täglichen Herausforderungen sensibilisieren, denen Schaffnerinnen und Schaffner auf der Deutschen Bahn begegnen.

Brune berichtet aus eigener Erfahrung von den Drohungen und verbalen Attacken auf der Deutschen Bahn, die sie regelmäßig erlebt. Oft hätten Passagiere nicht eingegriffen, sodass sie aggressive Situationen allein bewältigen musste. Doch sie stellt auch fest, dass Aufklärungskampagnen langsam Wirkung zeigen: Mittlerweile stellen sich vereinzelt Reisende in Konfliktsituationen auf ihre Seite auf der Deutschen Bahn.

Im Rahmen der Aktion werden am Bahnhof Münster Plakate ausgestellt, die auf die Risiken für Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf der Deutschen Bahn hinweisen. Gleichzeitig fordert Neithard von Böhlen, Landesvorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, nachdrücklich mehr Schutz auf der Deutschen Bahn. Zu seinen Forderungen gehören unter anderem Doppelschichten, Körperkameras für Mitarbeiter sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft, die sich mit Übergriffen auf Zugpersonal auf der Deutschen Bahn befasst.

Offizielle Statistiken unterstreichen das Ausmaß des Problems: Allein 2023 registrierte die Polizei in Hessen 204 Angriffe auf Bahnmitarbeiter auf der Deutschen Bahn, in Sachsen-Anhalt waren es 77. Bundesweite Zahlen liegen jedoch nicht vollständig vor, sodass das wahre Ausmaß der Vorfälle auf der Deutschen Bahn unklar bleibt.

Die Kampagne setzt sich weiterhin für sicherere Arbeitsbedingungen für Schaffner wie Brune auf der Deutschen Bahn ein. Durch die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit melden sich inzwischen mehr Fahrgäste zu Wort, die sich gegen Übergriffe auf der Deutschen Bahn stellen. Dennoch betonen Gewerkschaften, dass noch deutlich mehr getan werden muss, um Beschäftigte vor Gewalt und Bedrohungen am Arbeitsplatz auf der Deutschen Bahn zu schützen.

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