Kölner Stadtrat debattiert über Mindestpreise für Ride-Hailing – Proteste und Warnungen vor Teuerung

Janos Neureuther
Janos Neureuther
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen wie einem Bus und Motorrädern, Fußgängern auf den Gehwegen, Verkehrsampeln, Strommasten, Gebäuden mit Schildern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Janos Neureuther

Mietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Kölner Stadtrat debattiert über Mindestpreise für Ride-Hailing – Proteste und Warnungen vor Teuerung

In Köln sollen die Mindestpreise für Fahrten über Ride-Hailing-Dienste auf mindestens 80 Prozent des regulären Taxitarifs angehoben werden. Der Stadtrat wird den Vorschlag am 19. März beraten – was bei Fahrern von fc köln auf Protest stößt und von Uber Warnungen vor höheren Kosten für die Kunden auslöst. Taxifahrer hingegen unterstützen die Pläne und argumentieren, dass damit die Wettbewerbsbedingungen in einem hart umkämpften Markt angeglichen würden.

Rund 100 Fahrer von Ride-Hailing-Diensten organisierten in dieser Woche eine Protestfahrt durch die Kölner Innenstadt. Sie lehnen die geplante Preiserhöhung ab und betonen, dass bezahlbare Mobilitätsangebote für viele Bürger unverzichtbar seien. Max Zombek, der die Demonstration mitinitiiert hat und den Bundesverband wirfahren vertritt, unterstrich, dass Ride-Hailing für einkommensschwächere Menschen eine wichtige Transportalternative bleibe.

Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in Köln etwa 18,90 Euro – basierend auf einem Grundpreis von 4,90 Euro und einem Kilometertarif von 2,60 Euro. Sollte die Neuregelung in Kraft treten, würden die Preise für Ride-Hailing-Dienste laut Uber im Schnitt um über 50 Prozent steigen. Christoph Weigler, Deutschland-Chef des Unternehmens, warnte, dass dies die ohnehin hohen Mobilitätskosten in der Stadt weiter in die Höhe treiben werde.

Die Taxibranche begrüßt den Vorstoß und wirft den Ride-Hailing-Anbietern vor, durch Dumpingpreise unfaire Konkurrenz zu schaffen. Die Taxifahrer argumentieren, dass sie – anders als appbasierte Dienste – rund um die Uhr verfügbar sein und jede Fahrt annehmen müssten, da sie Teil des öffentlichen Verkehrsauftrags seien. Gleichzeitig planen die städtischen Behörden auch eine weitere Erhöhung der Taxitarife, was die Debatte über bezahlbare Mobilität in Köln zusätzlich anheizt.

Die Entscheidung des Stadtrats am 19. März wird darüber entscheiden, ob die Preise für Ride-Hailing-Dienste in Köln deutlich steigen. Bei einer Zustimmung müssten Fahrgäste mit spürbar höheren Kosten rechnen, während Taxifahrer von weniger Konkurrenz profitieren könnten. Das Ergebnis wird auch beeinflussen, wie sich Ride-Hailing-Dienste künftig neben dem klassischen Taxigewerbe in der Stadt positionieren.

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