Streit um Parkplatzverlust stoppt Umgestaltung des Ohligser Stadtzentrums

Irmengard Steinberg
Irmengard Steinberg
2 Min.
Eine Straßenszene in der Stadt mit einem geparkten Fahrrad, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern, Pfosten, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem klaren blauen Himmel.Irmengard Steinberg

Streit um Parkplatzverlust stoppt Umgestaltung des Ohligser Stadtzentrums

Die Pläne zur Umgestaltung der Zufahrtswege im Ohligser Stadtzentrum sind ins Stocken geraten, nachdem der Bezirksrat des Oberbergischen Kreises (OAM) eine entscheidende Abstimmung verschoben hat. Der Beschluss folgt massiven Einwänden der CDU-Fraktion, die Befürchtungen wegen des Verlusts von Parkplätzen äußerte. Bezirksbürgermeister Westkämper fordert nun einen ausgewogeneren Ansatz für die Vorschläge.

Die geplanten Änderungen am Cityring und eine neue Fahrradroute könnten insgesamt rund 170 Parkplätze kosten. Etwa 70 entfielen durch die Neugestaltung des Cityrings, weitere 100 gingen möglicherweise durch die geplante Veloroute verloren. Die CDU bezeichnete die aktuellen Pläne als "inakzeptabel" und verlangte Nachbesserungen an der lokalen Verkehrsstrategie.

Westkämper kritisierte die Stadtverwaltung, das Parkplatzproblem nicht ernst genug zu nehmen. Er warnte, dass der Verlust von Stellflächen dem lokalen Einzelhandel schaden werde, und warf den Verantwortlichen vor, eine "ideologisch geprägte" Verkehrspolitik durchzusetzen. Stattdessen forderte er weitere Gespräche mit Unternehmen und Anwohnern, bevor es mit den Plänen vorangeht.

Der Bezirksbürgermeister betonte, dass in diesem Prozess Qualität wichtiger sei als Tempo. Er plädierte für einen "vernünftigen Kompromiss", der allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird, anstatt die Änderungen überstürzt umzusetzen. Sein Fokus liege darauf, Lösungen zu finden, die sowohl die Mobilität als auch den Einzelhandel schützen.

Der Tagesordnungspunkt wurde nun zurückgestellt, während weitere Verhandlungen geführt werden. Westkämpers Aufruf zum Dialog deutet darauf hin, dass die Pläne noch angepasst werden könnten, um die Bedenken hinsichtlich der Parkplätze zu berücksichtigen. Eine endgültige Entscheidung muss die Interessen der Radinfrastruktur mit denen von Autofahrern und lokalen Betrieben in Einklang bringen.

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