KI-Kameras sollen Schleichverkehr auf gesperrter Umleitungsstrecke stoppen

Irmtrud Bolzmann
Irmtrud Bolzmann
2 Min.
Eine vielbefahrene Autobahn mit zahlreichen Fahrzeugen, gesäumt von hohen Gebäuden, Straßenlaternen, Werbetafeln und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.Irmtrud Bolzmann

KI-Kameras sollen Schleichverkehr auf gesperrter Umleitungsstrecke stoppen

Eine lokale politische Gruppe hat die Einführung einer elektronischen Verkehrsüberwachung entlang einer gesperrten Umleitungsstrecke in der Altenberger Domstraße gefordert. Die Fraktion von Volt/FWG setzt sich für die Installation von Kameras ein, um zu verhindern, dass unerlaubt Fahrende die Nittumer Weg und den Zehntweg als Abkürzung nutzen. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem umfangreiche Straßenbauarbeiten den Verkehr für die nächsten neun Monate beeinträchtigen.

Die offizielle Umleitung verlängert die Fahrzeit um etwa 20 Minuten, was die Sorge schürt, dass Autofahrer die nur für Anwohner geltenden Beschränkungen auf der kürzeren Route ignorieren könnten.

Die Bauarbeiten begannen am 9. Februar 2026 und betreffen den südwärts führenden Abschnitt der Altenberger Domstraße zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße. Die Sperrung, die voraussichtlich neun Monate andauern wird, zwingt die Verkehrsteilnehmer auf eine längere Umleitung über Leverkusen-Schlebusch – eine 8 Kilometer lange Strecke, die die Fahrzeit um rund 20 Minuten erhöht.

Anwohner entlang des Nittumer Wegs und des Zehntwegs haben Bedenken geäußert, dass Autofahrer die offizielle Umleitung umgehen könnten. Diese Straßen sind derzeit nur für den lokalen Verkehr, den Öffentlichen Nahverkehr und Radfahrer freigegeben. Die Volt/FWG-Fraktion warnt jedoch davor, dass die Route dennoch als Schleichweg missbraucht werden könnte.

Um das Problem zu lösen, schlägt die Gruppe vor, KI-gestützte Kamerasysteme an den Ein- und Ausfahrten zu installieren. Diese sollen unbefugte Fahrzeuge automatisch erkennen, dabei aber datenschutzrechtliche Vorgaben einhalten. Die Technologie würde bestehende Verkehrsregeln durchsetzen, ohne dass zusätzliche physische Barrieren erforderlich wären.

Bevor der Plan umgesetzt wird, besteht die Fraktion auf drei zentrale Schritte: einen klaren rechtlichen Rahmen, eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Ihr Antrag auf eine Machbarkeitsstudie wird in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 beraten.

Falls der Vorschlag genehmigt wird, könnte das Kamerasystem die Anwohner vor erhöhtem Durchgangsverkehr während der Baustelle schützen. Der nächste Schritt hängt von der Bewertung der Machbarkeit und der Kosten durch den Ausschuss ab. Eine Entscheidung wird nach der Sitzung am 3. März erwartet.

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