NRW gedenkt vier Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau

Irmengard Steinberg
Irmengard Steinberg
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Eine Ziegelwand mit einem rechteckigen Schild, auf dem in fetter, weißer Schrift "38. Signalbataillon" steht.Irmengard Steinberg

NRW gedenkt vier Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau

In Städten überall in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben Gedenkveranstaltungen an den vierten Jahrestag des Hanauer Anschlags erinnert. Am 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Attentäter bei einem rassistisch motivierten Anschlag neun Menschen, bevor er seine Mutter und sich selbst tötete. Die Tat zählt bis heute zu den schwersten rechtsterroristischen Verbrechen in Deutschland seit Jahrzehnten.

Die diesjährigen Gedenkfeiern umfassten Demonstrationen, Reden und Ausstellungen. Die Veranstalter betonten die Solidarität mit den Überlebenden und Angehörigen der Opfer und warnten zugleich vor dem wachsenden Rechtsextremismus.

In Köln nahmen fast 1.000 Menschen an einem Marsch durch die Innenstadt teil. Die Veranstaltung ehrte die neun Opfer – sie waren alle zum Zeitpunkt des Anschlags unter 30 Jahre alt –, darunter Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz und Mercedes Kierpacz. Die Teilnehmenden forderten weiterhin wachsame Aufmerksamkeit gegenüber rechtsextremer Gewalt.

In Bochum organisierte das Integrationsbüro eine Gedenkveranstaltung im Bermudadreieck, dem Ausgehviertel der Stadt. Der Ort wurde bewusst gewählt, um die Lebensfreude sozialer Begegnungsstätten dem Grauen der Tat entgegenzustellen. Währenddessen veranstaltete Essen eine öffentliche Lesung, und in Düsseldorf eröffnete eine Ausstellung, die sich mit den Folgen des Anschlags auseinandersetzt.

In Aachen versammelten sich rund 300 Menschen zu einer Kundgebung und einem Marsch, organisiert von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen. Während der Veranstaltung wurden berührende Audiobotschaften von Angehörigen der Opfer abgespielt, begleitet von Reden, die Aufklärung über noch offene Fragen forderten. Die Veranstalter wiesen zudem darauf hin, dass im Januar 2023 ein zehntes Opfer an den langfristigen gesundheitlichen Folgen des Anschlags starb.

In ganz NRW sollten die Gedenkfeiern das Andenken an die Opfer wachhalten und gleichzeitig den Widerstand gegen Extremismus und Rassismus stärken.

Die Veranstaltungen in Köln, Bochum, Aachen und anderen Städten brachten Gemeinschaften zusammen, um der in Hanau Getöteten zu gedenken. Die Organisatoren unterstrichen die Notwendigkeit, weiterhin gegen rechtsextreme Ideologien vorzugehen und die betroffenen Familien zu unterstützen. Die Gedenkfeiern erinnerten auch an die anhaltenden Folgen des Anschlags – darunter den Tod eines Überlebenden im vergangenen Jahr.

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