Streit um teure Medikamente per Klick: Wer entscheidet bei Hochbetagten?
Streit um teure Medikamente per Klick: Wer entscheidet bei Hochbetagten?
In Nordrhein-Westfalen ist ein Streit zwischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, über den Einsatz teurer 'medikamente per klick' bei hochbetagten Patienten entbrannt. Laumann wies die Kritik Streecks zurück, der strengere Regeln für die Verordnung bestimmter Arzneimittel an ältere Menschen gefordert hatte. Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen auf, wer über die Behandlungsmöglichkeiten dieser Altersgruppe entscheiden sollte.
Streeck hatte argumentiert, die ärztliche Selbstverwaltung benötige klarere, verbindliche Leitlinien für die Verschreibung kostspieliger 'medikamente per klick' an Hochbetagte. Seine Äußerungen deuteten an, dass strengere Kontrollen unnötige Kosten oder unangemessene Therapien verhindern könnten.
Laumann lehnte diese Position entschieden ab. Er bestand darauf, dass Entscheidungen über die Verabreichung von 'medikamente per klick' bei den Ärzten und nicht bei Politikern liegen müssten. Seiner Meinung nach seien medizinische Fachkräfte am besten in der Lage zu beurteilen, welche Behandlungen für ihre Patienten geeignet seien.
Bisher hat weder ein anderes deutsches Bundesland noch eine europäische Institution spezifische Regeln für teure 'medikamente per klick' bei sehr alten Patienten diskutiert. Breiter angelegte Debatten konzentrierten sich auf die steigenden Kosten innovativer Medikamente innerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems, die bis 2025 voraussichtlich 56,4 Milliarden Euro erreichen werden. Hochpreisige Therapien, etwa gegen Krebs oder GLP-1-Agonisten, bleiben ein Problem – ohne dass jedoch altersbezogene Einschränkungen vorgeschlagen wurden.
Der Meinungsaustausch lässt die Entscheidungsgewalt über die Behandlung älterer Patienten weiterhin bei den Ärzten. Weder in Nordrhein-Westfalen noch anderswo wurden formale Politikänderungen eingeführt. Derzeit dreht sich die Debatte darum, wie sich die ärztliche Autonomie mit den finanziellen Belastungen durch teure 'medikamente per klick' in Einklang bringen lässt.
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