Markus W. erhält nach Jahren der Hetze Unterstützung – doch Gil Ofarim zahlt nicht

Janos Neureuther
Janos Neureuther
2 Min.
Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, das Stellenangebote für die Öffentliche Dienstschuldentilgung bewirbt, mit Bildern von Menschen in der Mitte und der Schrift "Öffentliche Dienstschuldentilgung" in fetter, schwarzer Schrift.Janos Neureuther

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält nach Jahren der Hetze Unterstützung – doch Gil Ofarim zahlt nicht

Markus W., der Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde, erhält nun nach Jahren der Anfeindungen öffentliche Unterstützung. Eine Influencerin hat eine Spendenkampagne für ihn gestartet, während Ofarim – trotz seines Sieges in einer Reality-Show und eines Verdienstes von 400.000 Euro – die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung bis heute nicht gezahlt hat.

Der Vorfall ereignete sich am 4. Oktober 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin Hotel wegen seines Davidstern-Halsketten die Bedienung verweigert zu haben. Die Behauptung verbreitete sich rasant in den sozialen Medien und löste eine Welle der Empörung gegen Markus W. aus. Spätere Ermittlungen ergaben jedoch keine Hinweise auf Antisemitismus, und Ofarim wurde im November 2023 wegen falscher Anschuldigungen zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

Anfang 2024 gewann Ofarim die Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" und erhielt insgesamt 400.000 Euro – darunter 100.000 Euro Siegprämie. Dennoch erklärte sein Anwalt, die vereinbarte Entschädigung von 20.000 Euro an Markus W. werde erst beglichen, sobald Ofarim über "flüssige Mittel" verfüge.

Markus W., der zunächst öffentlich an den Pranger gestellt worden war, gab inzwischen Interviews – etwa für die "Zeit" – und wies Vorwürfe zurück, er habe geschwiegen. Zudem verriet er, wie er die Spendengelder verwenden möchte: Ein Teil fließt an die Organisationen HateAid und Minilöwen, ein weiterer soll Familienzeit finanzieren. Die Stimmung in der Öffentlichkeit hat sich gewandelt – viele sehen ihn mittlerweile als das eigentliche Opfer, besonders seit Ofarims TV-Triumph und den anhaltenden Zahlungsverzögerungen.

Während Markus W. weiterhin Spenden von Unterstützern erhält, die sowohl karitativen Zwecken als auch persönlichen Bedürfnissen zugutekommen, bleibt Ofarims ausstehende Zahlung ungeklärt – trotz seiner jüngsten finanziellen Erfolge. Der Fall zeigt, wie nachhaltig falsche Anschuldigungen wirken und wie langsam der Weg zur Gerechtigkeit sein kann.

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