"Ni una menos": Bottrop protestiert gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Janos Neureuther
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Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält ein 'Solidarität und Feminismus'-Schild, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.Janos Neureuther

"Ni una menos": Bottrop protestiert gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Am 14. Februar 2026 versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop zu einer jährlichen Protestkundgebung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall fanden sich etwa 80 Menschen am Ernst-Wilczok-Platz ein, um mehr Schutz für Betroffene männlicher Gewalt zu fordern. Die Veranstaltung war Teil der weltweiten One Billion Rising-Kampagne, die vor Ort vom Frauenzentrum Courage organisiert wurde.

Das diesjährige Motto lautete Ni una menos – Frauen in Flammen und richtete den Fokus auf Femizide sowie Gewalt, die häufig von aktuellen oder ehemaligen Partnern ausgeht. Die Demonstration sollte auf die anhaltende Vernachlässigung und den mangelnden Schutz für Frauen und Mädchen aufmerksam machen, die solchen Bedrohungen ausgesetzt sind.

An der Kundgebung nahmen Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Dezernentin für Schule und Soziales, Karen Alexius-Eifert, sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann teil. Live-Musik der Band A Mournful Experience und eine Tanzchoreografie unter der Leitung der Peter Frank Dance School bereicherten das Programm.

Aktuelle Statistiken unterstreichen die Dringlichkeit des Themas. In Deutschland stiegen die gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt von etwa 144.000 im Jahr 2020 auf rund 165.000 im Jahr 2025 an, mit einem Höhepunkt 2022 und einem leichten Rückgang seitdem. Spanien verzeichnete einen ähnlichen Anstieg – von etwa 143.000 Fällen im Jahr 2020 auf rund 155.000 im Jahr 2025. Beide Länder erlebten während der COVID-19-Pandemie einen deutlichen Anstieg, doch Spaniens strengere Meldepflichten und Schutzmaßnahmen, wie das Ley Orgánica 1/2004, halfen in den letzten Jahren, die Zahlen zu stabilisieren.

Der Protest in Bottrop reiht sich in den übergreifenden Aufruf zu mehr Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Aktivismus betonten die Notwendigkeit stärkerer rechtlicher Schutzmechanismen und einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung machte deutlich: Gewalt gegen Frauen bleibt ein drängendes Problem in ganz Europa.

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