Fords Kölner Werk kämpft um Überleben – Elektroflop und Jobabbau drohen

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Motorisierte Fahrzeuge auf der Straße mit elektrischem Licht und Pflanzen im Hintergrund.Admin User

Fords Kölner Werk kämpft um Überleben – Elektroflop und Jobabbau drohen

Fords europäisches Geschäft steht vor großen Herausforderungen, da der Konzern seine Strategie für Elektrofahrzeuge neu ausrichtet. Das Werk in Köln läuft derzeit nur mit 26 Prozent Auslastung und kämpft mit schwachen Verkaufszahlen der elektrischen Modelle Explorer und Capri. Gleichzeitig äußern Gewerkschaften Zweifel an der neuen Partnerschaft mit Renault und warnen vor langfristigen Risiken für Arbeitsplätze und Produktion.

Die Probleme im Kölner Ford-Werk begannen mit einem Nachfragerückgang bei den Elektromodellen. Die Fabrik, die ab 2024 ausschließlich den Explorer und den Capri als E-Autos produzieren wird, verzeichnete einen drastischen Produktionsrückgang. Die schlechten Verkaufszahlen lassen das Werk weit unter der Rentabilitätsgrenze operieren, was zu wiederholten Stellenstreichungen führte. Seit 2020 gingen rund 20.000 Arbeitsplätze verloren, bis 2027 sollen weitere 3.700 folgen.

Fords frühere Europastrategie ging nach hinten los, als der Konzern bezahlbare Modelle wie den Fiesta ohne Nachfolge einstellte. Stattdessen setzte das Unternehmen auf teure Elektrofahrzeuge auf Basis von Volkswagens MEB-Plattform – ein Schritt, der Käufer nicht überzeugte. Während die Konkurrenz günstigere Alternativen anbot, sank Fords Marktanteil.

Im Dezember 2024 änderte Konzernchef Jim Farley den Kurs, beeinflusst von der US-Politik unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump. Die Streichung von Steuervergünstigungen für E-Autos und die Rückkehr zu Verbrennern veranlassten Ford, die Entwicklung der zweiten Generation seiner US-Elektrofahrzeuge einzustellen – mit einem Abschreibungsvolumen von 19,5 Milliarden Dollar. Nun sucht Ford Unterstützung bei Renault und plant neue, erschwingliche E-Autos, die im Renault-Werk Douai gefertigt werden sollen.

Doch die Gewerkschaften bleiben skeptisch. Sie fragen sich, ob die Kooperation mit Renault die Zukunft des Kölner Werks sichert oder lediglich die Produktion an andere Standorte verlagert. Branchenexperten stimmen zu: Ohne wettbewerbsfähige, preiswerte Elektromodelle bleibt das Überleben des Werks ungewiss.

Fords europäische Sparte steht am Scheideweg. Die Zukunft des Kölner Standorts hängt davon ab, ob es gelingt, Käufer mit bezahlbaren Elektroautos zu gewinnen. Angesichts steigender Arbeitsplatzverluste und schwacher Verkaufszahlen wird der Erfolg der Partnerschaft mit Renault entscheiden, ob Ford seine Geschäfte stabilisieren kann – oder weiter in die Krise rutscht.

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