Fast 18 Prozent der Mönchengladbacher Viertklässler können nicht schwimmen – trotz Fortschritten

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Ein Junge schwimmt in der Mitte eines Gewässers.Admin User

Fast 18 Prozent der Mönchengladbacher Viertklässler können nicht schwimmen – trotz Fortschritten

Schwimmfähigkeiten bei Grundschülern in Mönchengladbach bleiben besorgniserregend – fast 18 Prozent der Viertklässler können nicht schwimmen

Die Schwimmfähigkeiten von Grundschulkindern in Mönchengladbach geben weiterhin Anlass zur Sorge: Fast 18 Prozent der Viertklässler können nicht schwimmen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation sogar leicht verschlechtert. Dennoch zeigen aktuelle Initiativen erste Erfolge bei der Verbesserung der Lage.

Wie aus einem neuen Bericht hervorgeht, können 17,94 Prozent der Viertklässler in Mönchengladbach nicht schwimmen – ein Anstieg um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu Nachbarregionen liegt die Stadt damit im Mittelfeld. In der nahegelegenen Stadt Hagen etwa zeigen Erhebungen der DLRG, dass mehr als 20 Prozent der Grundschulkinder nicht über grundlegende Schwimmkenntnisse verfügen.

Rund 40 Prozent der Viertklässler haben das Seepferdchen-Abzeichen als Anfängerausweis erworben, während 34,5 Prozent das Bronze-Abzeichen oder höhere Stufen erreicht haben und damit als sichere Schwimmer gelten. An weiterführenden Schulen erfüllen fast 41 Prozent diesen Standard. Dennoch verlaufen die Fortschritte ungleichmäßig: An zwei Schulen konnten aufgrund von Personalmangel überhaupt keine Schwimmkurse angeboten werden.

Um die Schwimmfähigkeiten zu verbessern, wurde im März 2023 das Projekt «Schwimmhilfe im Grundschulschwimmunterricht» ins Leben gerufen. Es unterstützt 25 Schulen mit 18 ausgebildeten Schwimmhelfern. Zudem heben Schulen die Wirkung der «Schwimmwoche an Schulen» hervor: Allein an der Heyden-Grundschule erwarben kürzlich 15 Kinder ihr Seepferdchen-Abzeichen. Christiane Schüssler, Beigeordnete der Stadt, führte diesen Erfolg als Beispiel dafür an, was gezielte Förderung bewirken kann.

Auch längere Schwimmzeiten zeigen Wirkung: An Schulen mit mehr als 35 Minuten Poolzeit pro Unterrichtseinheit sinkt die Quote der Nichtschwimmer auf 13,99 Prozent. Dagegen liegt sie an Schulen mit kürzeren Einheiten bei 21,05 Prozent. Pädagogen warnen, dass ohne diese zusätzlichen Maßnahmen die Schwimmfähigkeiten deutlich schlechter ausfallen würden.

Die Schwimmprogramme der Stadt haben zwar vielen Kindern grundlegende Fähigkeiten vermittelt, doch bleiben Herausforderungen bestehen. Personalmangel und begrenzte Poolzeiten bremsen die Fortschritte aus. Die Verantwortlichen betonen, dass anhaltende Unterstützung nötig sein wird, um die Zahl der Nichtschwimmer in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren.

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