07 April 2026, 16:28

Wie ein deutsches Städtchen Millionen Kinderbriefe ans Christkind beantwortet

Altmodische Weihnachtskarte mit Stechpalme, roten Beeren und goldenen Glöckchen, mit festlichem Text, der eine fröhliche Weihnachten wünscht.

Wie ein deutsches Städtchen Millionen Kinderbriefe ans Christkind beantwortet

Jeden November wird ein kleines Städtchen in Deutschland zum geschäftigsten Anlaufpunkt für die Weihnachtswünsche von Kindern. Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen beherbergt das einzige Christkind-Postamt des Landes – hier treffen jedes Jahr Millionen Briefe aus aller Welt ein. Seit vier Jahrzehnten verwandelt die Tradition das ruhige Städtchen in ein festliches Zentrum der Vorfreude und Hoffnung.

Jeden Herbst zieht das Christkind-Postamt in das Alte Baumwollager in Engelskirchen ein. Von dort aus werden täglich tausende Briefe bearbeitet, bis zu 150.000 erreichen das Amt bis Weihnachten. Kinder aus Japan, Malaysia, Australien, China und Indien schicken ihre Wunschlisten – oft mit kleinen Geschenken wie Gummibärchen oder Keksen.

Hinter den Kulissen arbeiten 20 ehrenamtliche "Himmelshelfer" unermüdlich daran, jeden Brief zu beantworten. Birgit Müller, die seit 35 Jahren dabei ist, gehört zu denen, die dafür sorgen, dass kein Kind ohne Antwort bleibt. Das Team verschickt sogar Antworten in Blindenschrift, damit jeder Brief eine persönliche Note erhält.

Damit das Christkind antworten kann, müssen die Kinder ihre Rückadresse deutlich angeben: An das Christkind, 51777 Engelskirchen. Vor 40 Jahren begann die Tradition, die sich seitdem zu Deutschlands beliebtestem weihnachtlichen Briefwechsel entwickelt hat.

Das Christkind-Postamt in Engelskirchen bleibt ein einzigartiger Teil der deutschen Weihnachtskultur. Jedes Jahr verbindet es Kinder weltweit mit ein wenig festlicher Magie. Für viele Familien ist die Antwort des Christkinds längst eine geliebte Tradition geworden.

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