07 April 2026, 16:28

Xanax als Flucht aus dem Alltag: Warum Jugendliche in München zur "Xanny" greifen

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Xanax als Flucht aus dem Alltag: Warum Jugendliche in München zur "Xanny" greifen

Xanax-Konsum unter Jugendlichen: Wie "Xanny" in Städten wie München zur Flucht vor dem Alltag wird

Der Konsum von Xanax – oft als Xanny bezeichnet – hat unter jungen Menschen in Großstädten wie München stark zugenommen. Immer mehr 18- bis 25-Jährige sehen in der Droge einen Ausweg aus dem täglichen Stress. Ihr Aufstieg zur "Lifestyle-Droge" ist eng mit Musik, Kunst und kulturellen Strömungen verknüpft.

Hintergrund: Von Medikament zur Partydroge Xanny ist der Straßenname für Alprazolam, einen Wirkstoff, der unter dem Markennamen Xanax als verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel vertrieben wird. Ursprünglich zur Behandlung von Angststörungen entwickelt, hat sich der missbräuchliche Konsum vor allem in der Jugendkultur rasant ausgebreitet. Hip-Hop- und Rap-Künstler thematisieren die Substanz häufig in ihren Texten – und tragen so zur Verharmlosung bei. Bereits 2019 sorgte Billie Eilishs Album When We All Fall Asleep, Where Do We Go? für Diskussionen, als sie in Songs wie Xanny den kritiklosen Umgang mit dem Medikament anprangerte.

Kunst und Musik als Katalysatoren Künstler wie Money Boy oder Bryan Lewis Saunders prägen die Wahrnehmung der Droge mit: Saunders' unter Drogeneinfluss entstandene Selbstporträts hinterfragen gesellschaftliche Tabus, während Rapper Xanax oft als Symbol für Rebellion oder sorgloses Leben verherrlichen. Die Folge ist ein kultureller Wandel, in dem Drogenexperimente zunehmend als normal – ja sogar erstrebenswert – gelten.

Die Kehrseite: Abhängigkeit und zerbrochene Perspektiven Suchtberater warnen vor den dramatischen Folgen: Der missbräuchliche Konsum von Xanax kann zu Abhängigkeit, psychischen Krisen und sozialem Rückzug führen. Viele junge Nutzer schaffen es nicht, aus der Spirale auszubrechen – mit gravierenden Auswirkungen auf Ausbildung, Beruf und zwischenmenschliche Beziehungen. Was als gelegentlicher Konsum beginnt, wird für manche schnell zur Barriere für ihre Zukunftspläne.

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Fazit: Zwischen Kultphänomen und Gesundheitsrisiko Die Präsenz von Xanax in Musik und Kunst befeuert seine Popularität weiter. Während immer mehr Jugendliche experimentieren, betonen Gesundheitsexperten die Dringlichkeit von Aufklärung und Hilfsangeboten. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Folgen für Betroffene – und die Gesellschaft – langfristig noch schwerwiegender werden.

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