07 April 2026, 14:55

Bürgermeister erlebt im Escape Room die Hürden von Geflüchteten

Plakat, das kostenlose Teilnahme an über 1.000 Coursera-Kursen für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund.

Bürgermeister erlebt im Escape Room die Hürden von Geflüchteten

Bürgermeister Thomas Terhorst aus Marl hat kürzlich an einer ungewöhnlichen Herausforderung teilgenommen: einem Escape Room, der die Schwierigkeiten von Geflüchteten simuliert. Die Erfahrung mit dem Titel "Unbekannte Unbehagen" wurde im insel-VHS-Bildungszentrum eingerichtet. Die Veranstalter hoffen, dass die Teilnehmer so einen Einblick in die Hürden erhalten, mit denen Asylsuchende konfrontiert sind.

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Im Escape Room werden die Besucher in "Fremdistan", ein fiktives Land, versetzt, in dem sie Aufgaben lösen müssen, um eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Formulare in einer unbekannten Sprache auszufüllen – eine realistische Nachbildung der Barrieren, auf die Geflüchtete im echten Leben stoßen. Klassische Escape-Room-Rätsel erhöhen den Druck, da die Teilnehmer gegen die Zeit antreten, um eine symbolische "Abschiebung" zu vermeiden.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Die Simulation wurde von der Flüchtlingshilfe Bonn entwickelt, um das Bewusstsein für die Situation von Geflüchteten zu schärfen. Nach dem Gastspiel in Marl wird die Wanderausstellung nach Duisburg weiterziehen.

Der WDR Lokalzeit gab Bürgermeister Terhorst im Anschluss ein Interview über seine Erlebnisse im Escape Room. Seine Teilnahme unterstreicht das Engagement der Stadt, Verständnis für die Erfahrungen von Geflüchteten zu fördern.

Die Ausstellung setzt auf immersives Storytelling, um die Öffentlichkeit zu informieren. Indem die Besucher in die Rolle von Asylsuchenden schlüpfen, erleben sie hautnah die Frustration und den Zeitdruck, die mit bürokratischen Hürden einhergehen. Der Escape Room wird seine Tour fortsetzen und die Simulation in weitere Gemeinden bringen.

Quelle