23 March 2026, 20:37

Strack-Zimmermann kandidiert für FDP-Vorsitz und will Liberalismus neu prägen

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Publikum stehen und jubeln, mit einem Podium, einem Mikrofon und einer Tafel mit Text auf der rechten Seite und Stühlen, einer Fahne, einer Wand, Fenstern und Lichtern im Hintergrund.

Strack-Zimmermann kandidiert für FDP-Vorsitz und will Liberalismus neu prägen

Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat offiziell ihre Kandidatur für den Vorsitz der Freien Demokratischen Partei (FDP) bekannt gegeben. Der Schritt folgt auf weitverbreitete Spekulationen, nachdem mehrere Medien am Montag über ihre Bewerbung berichtet hatten. Damit steigt sie in das Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesvorsitzenden Christian Dürr ein, der im März nach enttäuschenden Landtagswahlergebnissen sein Amt niederlegte.

Strack-Zimmermann machte deutlich, dass sie den organisierten Liberalismus neu gestalten will. Sie betonte ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – notfalls auch in einer Doppelspitze, falls sich die Partei für ein Führungsduo entscheidet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ihre Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem noch kein FDP-Politiker aus Nordrhein-Westfalen in den Wettbewerb eingetreten ist. Dürrs Rücktritt am 23. März 2026 folgte auf schwache Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ein neuer Bundesvorstand soll auf dem Parteitag im Mai gewählt werden, doch jüngere personelle Wechsel auf lokaler Ebene – wie die Wahl Cornelia Bessers zur Co-Vorsitzenden in Leverkusen – hatten bisher kaum Einfluss auf die bundesweite Debatte oder die parlamentarische Arbeit.

Die Kandidatin positionierte sich klar gegen innerparteiliche Machtkämpfe, die im Zuge der Wahl ausgetragen werden könnten. Sie kritisierte jene, die ihrer Meinung nach persönliche Eitelkeiten über die Zukunft der Partei stellten. Als aktuelle Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungausschusses im Europäischen Parlament räumte sie zwar ihre hohe Arbeitsbelastung ein, blieb aber entschlossen, den Wahlkampf zu bestreiten.

Mit Strack-Zimmermanns Bewerbung gewinnt das Rennen um den FDP-Vorsitz an Fahrt. Die Partei wird im Mai ihren neuen Vorstand wählen, wobei ihre Kandidatur nun im Mittelpunkt steht. Ihre Erfahrung in der europäischen Sicherheitspolitik und ihr klares Bekenntnis zur inneren Einheit könnten die Ausrichtung der deutschen Liberalen prägen.

Quelle