Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – seit Tagen Systemausfall und Chaos
Gisbert HuhnCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – seit Tagen Systemausfall und Chaos
Stadtwerke Detmold nach schwerem Cyberangriff lahmgelegt – seit Montag Systeme ausgefallen
Die Stadtwerke Detmold sind Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden, der seit Montag die gesamten Systeme des Unternehmens lahmlegt. Kunden sind von weitreichenden Störungen betroffen: Online-Dienste und Telefonleitungen sind komplett ausgefallen. Bisher liegen keine detaillierten Angaben zum Vorfall vor.
Erste Hinweise auf den Angriff gab es, als auf der Website des Versorgers eine kurze Mitteilung über einen großflächigen IT-Ausfall erschien. Seither fehlen weitere Updates – die Kunden bleiben im Unklaren. Wichtige Services wie die Übermittlung von Zählerständen sind nicht verfügbar, und auch die Telefonleitungen, einschließlich des Kundenservice, sind nicht erreichbar. E-Mails an das Unternehmen werden zurückgewiesen, und Anrufe bleiben mehr als zwölf Stunden nach Beginn des Vorfalls unbeantwortet.
Sicherheitsanalysen von Plattformen wie Shodan zeigen, dass die IT-Infrastruktur des Versorgers mindestens zwei Jahre lang vor dem Angriff ungeschützt im Netz stand. Veraltete Software, darunter Windows Server 2003 R2 und PHP 5.4.36, machte die Systeme anfällig. Zudem waren sensible Dienste über das Internet zugänglich, was das Risiko eines Angriffs weiter erhöhte.
Die Landeskriminalämter (LKA) wurden informiert und untersuchen nun den Sicherheitsvorfall. Die Behörden prüfen, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Trotz des IT-Chaos bestätigte der WDR, dass die grundlegende Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme nicht beeinträchtigt ist.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur. Die Ermittlungen zu Ausmaß des Angriffs und möglichen Datenlecks laufen noch. Derweil kämpft der Versorger weiterhin damit, die Kommunikationswege und Online-Dienste für seine Kunden wiederherzustellen.






