RWE baut riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände im Rheinland
Irmengard SteinbergRWE baut riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände im Rheinland
Energiekonzern RWE stellt Pläne für neue Solarparks im rheinischen Braunkohlerevier vor
Der Energiekonzern RWE hat Pläne für neue Solarparks im rheinischen Braunkohlerevier bekannt gegeben. Die Projekte sollen eine kombinierte Leistung von 86,5 Megawatt erreichen und auf rekultivierten Flächen in der Nähe der Autobahn A44n entstehen.
Die Solarparks werden östlich und westlich der A44n zwischen Bedburg und Jüchen errichtet. Der Standort befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Garzweiler. Wie Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, mitteilte, sollen die Anlagen die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus nutzen.
Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australien, betonte die Vorteile von Projekten in Autobahnnähe. Sie verwies auf beschleunigte Genehmigungsverfahren und eine höhere öffentliche Akzeptanz für solche Vorhaben. RWE strebt an, die Solarprojekte noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen.
Aktuell betreibt RWE sieben Solarparks in der Region, von denen vier bereits mit Batteriespeichersystemen gekoppelt sind. Das Unternehmen plant zudem, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten zu entwickeln. Darüber hinaus wird in einer Demonstrationsanlage vor Ort Agrar-Photovoltaik erprobt – ein System, das Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung verbindet.
Die neuen Solarparks werden das Portfolio erneuerbarer Energien von RWE im Rheinland erweitern und sollen zum Wandel der Region von der Braunkohleförderung hin zu sauberer Energie beitragen. Ein aktuelles Gerichtsurteil klärte kürzlich, dass Netzbetreiber nicht verpflichtet sind, Kunden über den Voll-Einspeise-Bonus gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 zu informieren.
