Rewe startet Test mit autonomem Lieferwagen in Bochum
Rewe testet autonomes Lebensmittel-Lieferkonzept in Bochum
Die deutsche Supermarktkette Rewe hat in Bochum ein sechsmonatiges Pilotprojekt für automatisierte Lebensmittellieferungen gestartet. Erstmals erprobt damit ein deutscher Händler hochautonome Fahrzeuge für den täglichen Transport von Nahrungsmitteln auf öffentlichen Straßen. Ein speziell umgerüsteter elektrischer Volkswagen ID. Buzz übernimmt die Auslieferungen – und das ohne durchgehende menschliche Überwachung.
Im Mittelpunkt des Versuchs steht die Belieferung von Wohngebieten in der Nähe des Rewe-Verteilzentrums im Westen Bochums. Das Fahrzeug fährt mit Automatisierungsgrad Level 4, navigiert also auf vordefinierten Strecken unter den meisten Bedingungen selbstständig. Die Technologie basiert auf der Digital Driver-Software des Unternehmens Loxo, die eine vollständige Automatisierung im Stadtverkehr ermöglicht.
Rewe will mit dem Projekt bewerten, wie leistungsfähig die Technologie unter realen Bedingungen ist. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Autonomie des Fahrzeugs, die betriebliche Effizienz sowie die wirtschaftliche Machbarkeit. Zudem soll erprobt werden, wie sich autonome Lieferdienste bei gleichbleibend hoher Kapazität ausweiten lassen.
Die Initiative dient als Praxistest für selbstfahrende Lieferfahrzeuge im städtischen Umfeld. Durch die gesammelten Erfahrungen möchte Rewe das System optimieren, bevor eine mögliche flächendeckende Einführung in Betracht kommt.
Das Bochumer Pilotprojekt läuft über sechs Monate und liefert Daten zur technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit. Bei Erfolg könnte es den Weg für einen breiteren Einsatz autonomer Lieferdienste in Deutschland ebnen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Technologie den Anforderungen der städtischen Lebensmittellogistik gerecht wird.






