Neuer Prozess im Erpressungsfall gegen die Familie Schumacher beginnt im November
Janos NeureutherNeuer Prozess im Erpressungsfall gegen die Familie Schumacher beginnt im November
Prominenter Erpressungsfall um die Familie Schumacher kommt Mitte November vor Gericht
Das Amtsgericht Wuppertal verhandelt ab Mitte November erneut über den spektakulären Erpressungsversuch gegen die Familie des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers Michael Schumacher. Der Hauptangeklagte war bereits zu drei Jahren Haft wegen versuchter besonders schwerer Erpressung verurteilt worden. Die Familie war mit der Forderung konfrontiert worden, 15 Millionen Euro zu zahlen, um zu verhindern, dass private Fotos und Videos im Darknet veröffentlicht werden.
Im Mittelpunkt des Falls steht ein Plan, die Schumachers mit der Drohung zu erpressen, vertrauliches Material zu veröffentlichen. Die Täter hatten über 900 Bilder, fast 600 Videos sowie digitalisierte Krankenakten von Michael Schumacher an sich gebracht. Eine Festplatte mit weiteren privaten Daten gilt jedoch weiterhin als verschwunden.
Der Haupttäter wurde wegen versuchter Erpressung in einem besonders schweren Fall schuldig gesprochen. Sein Sohn erhielt eine sechsmonatige Bewährungsstrafe sowie eine Geldbuße von 1.200 Euro wegen Beihilfe. Die Familie setzt sich nun dafür ein, einen ehemaligen Sicherheitsmitarbeiter nicht mehr als Mitangeklagten, sondern als Mittäter einzuordnen.
Sowohl der Mitangeklagte als auch die drei Beschuldigten haben Berufung eingelegt. Zwischen dem 14. November und Anfang Dezember sind fünf neue Verhandlungstermine angesetzt.
Michael Schumacher, siebenfacher Formel-1-Weltmeister, lebt seit einem schweren Skiunfall im Jahr 2013 zurückgezogen aus der Öffentlichkeit.
In den anstehenden Verhandlungen wird geklärt, ob die Rolle des ehemaligen Sicherheitsmitarbeiters neu bewertet wird. Entscheidend für den Fall ist auch die Bergung der fehlenden Festplatte. Ein endgültiges Urteil wird bis Anfang Dezember erwartet.






