Mönchengladbach baut moderne Gesamtschule für 130 Millionen Euro bis 2031
Gisbert HuhnMönchengladbach baut moderne Gesamtschule für 130 Millionen Euro bis 2031
In Mönchengladbach entsteht an der Breite Straße eine neue Gesamtschule, entworfen vom Münchner Architekturbüro Auer Weber. Das Projekt reagiert auf die hohe Nachfrage: Fast 44 Prozent der Eltern vor Ort bevorzugen diese Schulform für ihre Kinder. Bis 2031 plant die Stadt keine weiteren Gesamtschulen – damit steigt die Gesamtzahl auf sieben.
Der Entwurf gewann einen Wettbewerb mit einem dynamischen, mehrstöckigen Konzept. Fünf eigenständige Bereiche, jeder mit eigenem Innenhof, werden an einen zentralen viergeschossigen Bau angeschlossen. Dort befinden sich Gemeinschaftsräume, Kunstateliers und die Verwaltung. Zudem umfasst das Gelände ein Selbstlernzentrum, eine Bibliothek, Musikräume und eine Dreifach-Sporthalle mit einem Dach-Spielfeld.
Der Bau erfolgt in zwei Phasen. Noch in diesem Sommer eröffnet ein provisorisches Modulgebäude, das die Kapazität von 30 auf 34 Klassen erweitert. Ab 2027 beginnt der Bau des Hauptgebäudes; die ersten Schüler ziehen zum Schuljahr 2028/29 ein. Danach wird das Provisorium abgerissen, und die zweite Phase soll bis 2031 abgeschlossen sein.
Die neue Schule stößt bereits auf großes Interesse: Für das Schuljahr 2026/27 gingen 142 Anmeldungen ein, obwohl zunächst nur 108 Plätze zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten für Interims- und Dauerlösung belaufen sich auf rund 130 Millionen Euro.
Im Vollbetrieb wird die Schule bis zu 36 Klassen aufnehmen. Mit ihrem modernen Design und erweiterten Angeboten soll sie der wachsenden Nachfrage nach Gesamtschulbildung in Mönchengladbach gerecht werden. Es handelt sich um die letzte geplante Gesamtschule der Stadt für das kommende Jahrzehnt.






