Wesel feiert erstes interreligiöses Iftar als Zeichen der Einheit
Irmengard SteinbergWesel feiert erstes interreligiöses Iftar als Zeichen der Einheit
Erstes gemeinsames Gemeinde-Iftar in Wesel bringt Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen
Diese Woche fand in Wesel das erste gemeinsame Iftar der Stadt statt – ein Fest, das Menschen verschiedener Religionen und Hintergründe vereinte. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog zu fördern und das soziale Miteinander in der Stadt zu stärken. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter lokaler Vereine, religiöser Gruppen und politischer Organisationen.
Organisiert wurde das Iftar von islamischen Kulturvereinen, katholischen und evangelischen Kirchen sowie der Stadt Wesel. Mit dem Sonnenuntergang leitete Julian Agushi von Horizont e.V. den Gebetsruf ein und gab damit das Signal zum Fastenbrechen. Anschließend teilten die Gäste ein Mahl von einem vielfältigen Buffet – ein Symbol der Einheit durch das gemeinsame Essen.
Das Fasten im Ramadan zählt zu den zentralen Praktiken des Islam und ist einer der fünf Säulen der Religion. Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, betonte, wie bedeutsam es sei, gemeinsam Brot zu brechen. Auch Bürgermeister Rainer Benien unterstrich, dass solche geteilten Erlebnisse das Verständnis und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken.
Ähnliche interreligiöse Iftar-Veranstaltungen haben bis 2026 auch in anderen deutschen Städten stattgefunden. Kreuztal richtete ein Ramadan-Familienfest aus, Berlin veranstaltete Anfang März ein traditionelles Iftar, und in Dresden sowie im Raum Kaarst gab es interkulturelle Begegnungen mit Iftar-Elementen. Dies spiegelt einen wachsenden Trend des Austauschs zwischen Muslimen und anderen Glaubensgruppen wider.
Das Iftar in Wesel markierte einen neuen Schritt in den lokalen Bemühungen um interreligiösen Dialog. Mit rund 100 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Lebensbereichen bot die Veranstaltung Raum für Begegnung und gegenseitigen Respekt. Die Organisatoren hoffen, dass solche Treffen auch künftig die Gemeinschaft in der Stadt weiter festigen werden.






