30 April 2026, 14:40

Kreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?

Plakat mit blauem Hintergrund, weißer Schrift 'Hocher Kosten der Kinderarbeit' und einer kreisförmigen Anordnung verschiedener Fotos drumherum.

Kreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?

Kreis Düren diskutiert heute über Wiedereinführung von Kita-Gebühren

Seit 2018 zahlen die meisten Familien im Kreis Düren nichts für die Kinderbetreuung – doch steigende Schulden zwingen die Verantwortlichen nun zum Umdenken. Bisher tragen nur Eltern mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro die Kosten. Künftig könnte jedoch ein gestaffeltes System nach Einkommen für mehr Haushalte gelten.

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Seit fast sechs Jahren ist die Kindertagesbetreuung in Düren für nahezu alle Eltern kostenfrei. Lediglich Familien mit einem Jahresbruttoeinkommen von mehr als 120.000 Euro müssen weiterhin Gebühren entrichten. Heute stimmt der Kreistag über einen Vorschlag ab, der ab August 2026 wieder einkommensabhängige Beiträge einführen soll.

Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage des Kreises. Die Verwaltung schätzt, dass die Wiedereinführung der Gebühren jährlich mehrere Millionen Euro einbringen könnte. Die Bezirksregierung Köln hat bis zum 23. Oktober eine offizielle Stellungnahme zu den geplanten Änderungen angefordert.

Doch nicht alle stehen hinter dem Vorhaben. Der Elternbeirat des Jugendamts wirft der Politik vor, die Familien über die neue Gebührenstruktur im Unklaren gelassen zu haben. Gleichzeitig übernimmt am 1. November 2025 ein neuer Kreistag und Landrat das Amt – die endgültige Entscheidung liegt damit bei der aktuellen Verwaltung.

Falls der Beschluss heute fällt, würde dies das Ende des bisherigen gebührenfreien Modells bedeuten. Familien mit geringem Einkommen könnten zwar weiterhin befreit bleiben, doch besser Verdienende müssten mit höheren Kosten rechnen. Das Ergebnis der heutigen Abstimmung entscheidet, ob die Änderungen 2026 in Kraft treten.

Quelle