14 June 2026, 12:21

Jochen Ott will SPD in NRW als Arbeiterpartei neu erfinden – doch die Umfragen bleiben mau

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott will SPD in NRW als Arbeiterpartei neu erfinden – doch die Umfragen bleiben mau

Jochen Ott ist als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nominiert worden. Bei der Landesparteitag in Düsseldorf erhielt er mit 96,2 Prozent der Delegiertenstimmen eine überwältigende Unterstützung. Sein Wahlkampf zielt darauf ab, die Attraktivität der Partei bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wiederzubeleben.

Ott will die SPD als die politische Heimat der Arbeiterklasse positionieren. Die Umfragewerte der Partei in der Region sind jedoch stark eingebrochen und liegen derzeit nur noch zwischen 14 und 18 Prozent. Dies steht im Kontrast zum Erfolg von SPD-Mann Marc Herter, der 2022 mit 63,6 Prozent der Stimmen als Oberbürgermeister von Hamm wiedergewählt wurde.

Kritik übt Ott an der zunehmenden Vermögenskonzentration – das Vermögen von Elon Musk bezeichnet er als Symbol eines gescheiterten kapitalistischen Systems. Er warnt vor einem „Klassenkampf von oben“, angeführt von rechtlibertären Eliten und der rechtsextremen AfD. Als Gegenentwurf schlägt er unter anderem einen „Chancenfonds für Kinder“ vor: Jedes Neugeborene soll 5.000 Euro erhalten, die mit 18 Jahren ausgezahlt werden.

Zudem verspricht Ott, durch bessere Bildung die Aufstiegschancen zu verbessern und eine „Sozialwohnungs-Offensive“ zu starten, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dennoch gilt CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst weiterhin als Favorit für die anstehende Wahl.

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Im Mittelpunkt des SPD-Wahlkampfs stehen wirtschaftliche Gerechtigkeit und sozialer Ausgleich. Otts Konzepte zielen auf die Bekämpfung von Vermögensungleichheit und hohen Wohnkosten ab. Trotz seiner starken Rückendeckung steht die Partei vor einer schwierigen Aufgabe, da die CDU in den Umfragen derzeit deutlich führt.

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