Gamescom 2024: Alarmierende Umfrage offenbart Hass und Einsamkeit in der Gaming-Szene
Irmtrud BolzmannGamescom 2024: Alarmierende Umfrage offenbart Hass und Einsamkeit in der Gaming-Szene
Gamescom startet diese Woche in Köln – Umfrage zeigt besorgniserregende Trends unter Gaming-Fans
Die Gamescom, die weltweit größte Messe für Video- und Computerspiele, beginnt an diesem Mittwoch in Köln. Die Veranstaltung läuft bis Sonntag und wird Hunderttausende Gaming-Enthusiasten anziehen. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch alarmierende Entwicklungen unter passionierten Spielern aufgedeckt – darunter hohe Raten von Cybermobbing und Einsamkeit.
Laut der Erhebung gaben 38 Prozent der engagierten Gamer an, beim Spielen häufig oder sehr häufig beleidigt zu werden. Viele berichteten zudem von Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung. Insgesamt 14 Prozent aller befragten Spieler erklärten, sie würden regelmäßig oder sehr oft verbal angegriffen.
Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Einstellungen waren unter Hardcore-Gamern weit verbreitet. Zudem stimmten 43 Prozent der leidenschaftlichen Spieler der Aussage zu, Jüdinnen und Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Die demografische Zusammensetzung dieser Gruppe ist überwiegend männlich – drei Viertel identifizieren sich als Männer, 55 Prozent sind zwischen 16 und 34 Jahre alt.
Auch Einsamkeit ist ein großes Problem: 58 Prozent der engagierten Gamer litten unter mäßigen bis starken Gefühlen der Isolation. Trotzdem hatten 27 Prozent in den zwölf Monaten vor der Befragung an einer Demonstration teilgenommen, was auf ein gewisses Maß an gesellschaftlichem Engagement hindeutet.
Die Ergebnisse zeigen ernsthafte Herausforderungen innerhalb der Gaming-Community. Bedrohungen, Beleidigungen und Einsamkeit betreffen einen beträchtlichen Teil der Spieler. Diese Themen könnten die Diskussionen auf der Gamescom prägen, wo sich Fans und Branchenvertreter in Köln versammeln.
