Geschwistergebühren in Willicher Kitas: Warum Eltern jetzt protestieren
Janos NeureutherGeschwistergebühren in Willicher Kitas: Warum Eltern jetzt protestieren
Neue Pläne für Geschwistergebühren in Willicher Kitas sorgen für Empörung
Ein neuer Vorschlag zur Einführung von Geschwistergebühren in der Kinderbetreuung in Willich hat bei Eltern Wut ausgelöst und eine politische Debatte entfacht. Die CDU plant, durch die Kürzung von Rabatten für Familien mit mehreren Kindern zusätzliche Einnahmen zu generieren. Doch der Widerstand wächst – Kritiker halten den Schritt angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in Kitas für ungerecht.
Die Haushaltsprobleme der Stadt zwingen die Verantwortlichen, nach neuen Wegen zur Kostensenkung zu suchen. Einer der Pläne zielt darauf ab, durch die Reduzierung von Geschwisterermäßigungen in Kitas, Hortbetreuung und Tagespflege zusätzliche 500.000 Euro einzunehmen. Weitere 100.000 Euro sollen durch eine Deckelung der Gebührenanpassungen bei drei Prozent hereinkommen.
Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass die Geschwisterermäßigungen nicht komplett gestrichen, sondern nur die Elternbeiträge für weitere Kinder angepasst werden sollen. Dennoch reagieren Anwohner wie Marlene Mendes aus Anrath verärgert – sie sehen in den Änderungen eine zusätzliche finanzielle Belastung.
Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) hat sich gegen die Gebühren ausgesprochen. Gleichzeitig argumentiert die SPD-Fraktion, dass der Haushaltsausgleich nicht auf dem Rücken von Familien ausgetragen werden dürfe, die ohnehin schon kämpfen. Eltern in Willich haben seit Langem mit Personalmangel und unerwarteten Schließungen von Betreuungseinrichtungen zu kämpfen – was die Unzufriedenheit weiter schürt.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, die aktuellen Elternbeitragsregelungen zu überprüfen. Doch da keine schnellen Lösungen in Sicht sind, dürfte die Debatte über die Kita-Gebühren weitergehen.
Die geplanten Änderungen würden der Stadt zwar mehr Einnahmen bringen, stoßen aber auf scharfe Kritik. Familien und Oppositionsgruppen bestehen darauf, dass der Vorstoß die ohnehin schon bestehende Belastung der Eltern weiter verschärfen würde. Die Prüfung durch die Verwaltung wird zeigen, ob die Anpassungen tatsächlich umgesetzt werden.






