02 April 2026, 18:29

Fußballturnier ohne Sieger: Bergisch Gladbach feiert Vielfalt statt Konkurrenz

Ein Fußballspiel im Gange auf einem Stadionfeld mit Spielern in Sportbekleidung und Helmen auf dem Boden, Zuschauer und Stadionmerkmale sind im Hintergrund sichtbar.

Fußballturnier ohne Sieger: Bergisch Gladbach feiert Vielfalt statt Konkurrenz

Internationale Wochen gegen Rassismus 2026: Fußballturnier setzt auf Einheit statt Konkurrenz

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 gingen mit einem Fußballturnier zu Ende, bei dem der Zusammenhalt im Vordergrund stand – nicht der Wettbewerb. Organisiert vom Bündnis "Bergisch Gladbach gegen Rassismus und für Vielfalt" trafen sich Mannschaften unterschiedlicher Herkunft unter dem Motto "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus". Statt Pokale erhielten die Spielerinnen und Spieler Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus", um die Botschaft von Solidarität und Respekt zu unterstreichen.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus fanden vom 16. bis 29. März 2026 statt und waren Teil einer jährlichen Initiative unter der Federführung des Deutschen Instituts für Menschenrechte. In mindestens acht Städten Deutschlands – darunter Pfaffenhofen, Ingolstadt, Leipzig und mehrere Berliner Bezirke – gab es Konzerte, Workshops, Ausstellungen und Filmvorführungen. Ziel der Veranstaltungen war es, Rassismus entgegenzutreten und durch kulturelle sowie sportliche Formate Vielfalt zu feiern.

In Bergisch Gladbach setzte das lokale Bündnis, das 2024 gegründet wurde, auf einen anderen Ansatz: Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz organisierte es ein Fußballturnier ohne Schiedsrichter. Neun Teams, die verschiedene religiöse und kulturelle Gemeinschaften vertraten, traten im Geiste des Fairplays und der gegenseitigen Achtung gegeneinander an.

Das siegreiche Team, IGMG Bergisch Gladbach e.V., nahm den Triumph ohne klassische Auszeichnungen entgegen. Stattdessen erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein symbolisches Banner. Das Ziel des Bündnisses war deutlich: Bewusstsein schaffen, aufklären und die Sensibilität für Rassismus und Ausgrenzung stärken. Im Mittelpunkt des Turniers stand nicht der Wettbewerb, sondern das Miteinander.

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Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer bundesweiten Aktion, die Diskriminierung durch gemeinschaftliches Engagement bekämpfen wollte. Indem auf Medaillen zugunsten einer gemeinsamen Botschaft verzichtet wurde, betonten die Organisatorinnen und Organisatoren die Bedeutung von kollektivem Handeln. Die Wirkung der Kampagne beschränkte sich dabei nicht auf Bergisch Gladbach: In ganz Deutschland nutzten Städte Sport und Kultur, um Inklusion und Menschenwürde zu fördern.

Quelle