Essen holt Bürgermeinungen zu Olympia auf Bierdeckeln ein
Essen hat eine neue Methode eingeführt, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zur olympischen Bewerbung der Stadt äußern können. Die Initiative mit dem Namen Pottdeckel (oder Ruhr-Coaster) nutzt Bierdeckel in lokalen Kneipen und Restaurants, um Gespräche anzuregen. Jeder Deckel trägt Fragen zur Austragung der Spiele und lädt per QR-Code zum Feedback ein.
Das Projekt ist Teil des Essener Portals "unsere Stadt" und wird in Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Jacob Stauder umgesetzt. Rund 50.000 Bierdeckel sollen in 50 Gaststätten verteilt werden. Ein QR-Code verweist auf Details zum Rhein-Ruhr-Olympiabewerb, der andere ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, anonym ihre Meinung abzugeben. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Ansatz als Möglichkeit, die Olympiadiskussion in den Alltag zu tragen und lockere, aber inhaltlich wertvolle Gespräche zu fördern.
Die Pottdeckel-Aktion ist Teil der übergeordneten Kommunikationsstrategie für die Bewerbung, die sich gegen Konkurrenten wie Berlin, Hamburg und München durchsetzen muss. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 den endgültigen Kandidaten für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 auswählen.
Über die Olympiade hinaus sollen die Bierdeckel zu einem dauerhaften Instrument der Bürgerbeteiligung in Essen werden. Künftige Ausgaben werden sich mit weiteren lokalen und gesellschaftlichen Themen befassen, um die Einwohnerinnen und Einwohner kontinuierlich in städtische Entscheidungen einzubinden.
Ziel des Pottdeckel-Projekts ist es, auf unkomplizierte und zugängliche Weise öffentliche Meinungen einzuholen. Durch die Platzierung in Bars und Restaurants hofft Essen, ein breites Publikum zu erreichen, bevor der DOSB seine Entscheidung trifft. Die gesammelten Rückmeldungen fließen in die laufenden Diskussionen der Stadt über eine mögliche Ausrichtung der Olympischen Spiele ein.






