31 May 2026, 00:22

Erstes deutsches Wasserstoffnetz beweist: Gasleitungen transportieren H₂ sicher und emissionsfrei

Erstmals Heizung mit reinem Wasserstoff aus dem Gasnetz

Erstes deutsches Wasserstoffnetz beweist: Gasleitungen transportieren H₂ sicher und emissionsfrei

Ein wegweisendes Energieprojekt in Deutschland hat bewiesen, dass bestehende Gasleitungen Wasserstoff in reiner Form sicher transportieren können. Seit Oktober 2022 betreibt Westnetz in Holzwickede bei Dortmund das erste Wasserstoff-Verteilnetz des Landes. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Forschungsinitiative, die Wasserstoff als saubere Alternative für die Wärmeversorgung von Wohngebäuden erprobt.

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Das unter dem Namen H2HoWi laufende Projekt nutzt eine umgerüstete Erdgasleitung, um drei lokale Kunden mit 100 Prozent grünem Wasserstoff zu versorgen. Ihre Häuser werden mit Weishaupt Thermo Condens-Heizkesseln beheizt, die speziell für die Verbrennung von Wasserstoff entwickelt wurden und dabei nahezu emissionsfrei arbeiten. Der gelieferte Wasserstoff entspricht höchsten Qualitätsstandards – zertifiziert nach Reinheitsgrad 3.0 mit 99,9 Prozent Reinheit.

Die Heizkessel von Weishaupt sind offiziell für den Betrieb mit reinem Wasserstoff zugelassen und in drei Leistungsstufen erhältlich: 15, 25 und 32 Kilowatt. Das Deutsche Energieinstitut Freiberg begleitet das Projekt wissenschaftlich und untersucht, wie sich Wasserstoff in realen Gasnetzen verhält.

Erste Ergebnisse bestätigen, dass die bestehende Infrastruktur reinen Wasserstoff ohne größere Anpassungen bewältigen kann. Die Testphase läuft bis Ende 2026 und soll langfristige Daten zu Sicherheit, Effizienz und praktischen Herausforderungen liefern.

Das H2HoWi-Projekt zeigt, dass umgewidmete Gasnetze eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen Wasserstoff-Heiztechnik spielen könnten. Da bereits Heizkessel für den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff zertifiziert sind, steht die Technologie für eine breitere Einführung bereit. Die Ergebnisse könnten die Weichen für eine klimafreundlichere Wärmeversorgung in ganz Deutschland stellen.

Quelle