DGB und Wesels OB diskutieren Zukunft des Arbeitsmarktes nach der Pandemie
Irmtrud BolzmannDGB und Wesels OB diskutieren Zukunft des Arbeitsmarktes nach der Pandemie
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien, um über die Herausforderungen des lokalen Arbeitsmarktes zu sprechen. Unter der Leitung von Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Niederrhein, konzentrierte sich die Gruppe auf die Verbesserung der Arbeitsqualität und der sozialen Sicherheit in der Region.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die wirtschaftliche Erholung Wesels nach der COVID-19-Pandemie. Die Arbeitslosigkeit im Niederrhein-Gebiet sank von 7,5 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 5,8 Prozent bis 2025 – bedingt durch das Wachstum in den Bereichen Logistik und verarbeitendes Gewerbe. Wichtige Investitionen wie die 150-Millionen-Euro-Erweiterung des Rhein-Ruhr-Hafens (2022–2024) sowie neue Windparks schafften bis 2025 rund 200 Arbeitsplätze.
Die DGB-Vertreter brachten Bedenken hinsichtlich des Schutzes hochwertiger Arbeitsplätze und der Ausweitung der Tarifbindung vor. Wagners Delegation forderte eine engere Zusammenarbeit mit lokalen Entscheidungsträgern, um faire Arbeitsbedingungen zu sichern. Bürgermeister Benien stimmte zu und betonte die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Kooperation zwischen Regierung, Unternehmen und Gewerkschaften.
Beide Seiten loteten Möglichkeiten aus, den wirtschaftlichen Aufschwung Wesels weiter voranzutreiben und gleichzeitig langfristige Stabilität für die Beschäftigten zu gewährleisten. Die Gespräche unterstrichen gemeinsame Ziele wie menschenwürdige Arbeit und regionale Entwicklung. Künftige Schritte werden gemeinsame Anstrengungen von Stadt, Gewerkschaften und Arbeitgebern umfassen. Das Treffen legte den Grundstein für die Bewältigung der Arbeitsmarktprobleme in Wesel.






