13 June 2026, 18:19

CDU lehnt Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab – Drohungen mit Rücktritten und Parteiaustritten

Unionspolitiker warnen vor Abschwächung des Schutzes vor der AfD

CDU lehnt Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab – Drohungen mit Rücktritten und Parteiaustritten

Führende CDU-Politiker haben ihre Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit mit der AfD erneut bekräftigt. Wichtige Parteimitglieder warnen vor schweren Folgen, sollte die Union ihre harte Haltung gegenüber der rechtsextremen Gruppe aufweichen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Beibehaltung der langjährigen Weigerung der CDU, Bündnisse mit der AfD einzugehen.

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Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, betonte, dass die Positionen der AfD fundamental mit den christlich-demokratischen Werten kollidierten. Er lehnte es ab, die bisherige Brandmauer-Strategie der CDU durch ein System roter Linien zu ersetzen. Laumann verwies zudem darauf, dass demokratische Kräfte die AfD in Regionen wie Thüringen und Sachsen bereits erfolgreich isoliert hätten.

Herbert Reul, Innenminister des Landes, bezeichnete die AfD und ihre Ideologie als die größte Bedrohung für die Demokratie. Er erklärte, er werde die CDU verlassen, falls die Partei ihre Ablehnung der AfD abschwäche. Dennis Thering, Landesvorsitzender der Hamburger CDU, sagte massive interne Umbrüche voraus, sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen.

Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmergruppe, warnte, dass ein Annäherungsversuch an die AfD die Union in mindestens zwei Lager spalten würde. Laumann fügte hinzu, er werde zurücktreten, falls die CDU eine Koalition mit der AfD eingehe oder aktiv mit ihr zusammenarbeite. Zudem rief er die Partei dazu auf, sich nicht von gelegentlicher Unterstützung der AfD für Anträge im Parlament ablenken zu lassen.

Die CDU-Führung steht unter starkem Druck, ihre kompromisslose Haltung beizubehalten. Mehrere hochrangige Mitglieder haben angekündigt, die Partei zu verlassen, sollte sie ihre Position ändern. Die Debatte offenbart tiefe Gräben darüber, wie mit dem wachsenden Einfluss der AfD in der deutschen Politik umgegangen werden soll.

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