02 April 2026, 16:29

200 Millionen Euro für Dörfer am Rande der Braunkohle-Tagebaue

Plakat mit Bäumen und Himmel-Hintergrund mit dem Text "Investing in Communities: Größte Investition in lündliche Elektrizität seit dem New Deal".

200 Millionen Euro für Dörfer am Rande der Braunkohle-Tagebaue

Sechs Dörfer in der Nähe der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler erhalten Millionenförderungen für ihre Wiederbelebung. Am 10. November 2025 besuchte Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach die Region, um finanzielle Hilfen für Gemeinden anzukündigen, die von der Energiewende betroffen sind. Das Geld soll beim Wiederaufbau von Häusern, Infrastruktur und Wahrzeichen helfen, die durch den Bergbau verloren gingen.

Während einer Veranstaltung unter dem Motto "Zukunftstag" übergab Scharrenbach Förderbescheide in Höhe von über 200 Millionen Euro. Die Stadt Erkelenz erhielt sofort 14,3 Millionen Euro für fünf Ortsteile. Weitere 170 Millionen Euro sind für dieselbe Region vorgesehen – ehemalige Bewohner sollen dabei die erste Gelegenheit erhalten, ihre alten Häuser zurückzukaufen.

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Die Gemeinde Merzenich sicherte sich 60 Millionen Euro für Bürgewald, das umbenannte Dorf Morschenich. Priorität hat hier der Wiederaufbau der historischen Kirche. Weitere Projekte umfassen die Modernisierung der Abwassersysteme, die Sanierung von Straßen sowie die Umwandlung eines stillgelegten Kindergartens in Keyenberg in ein Gemeinschaftszentrum.

Dass diese Dörfer überhaupt noch existieren, verdanken sie dem beschleunigten Braunkohleausstieg Nordrhein-Westfalens, der im Oktober 2022 beschlossen wurde. Keine anderen Siedlungen in der Region wurden nach dem Plan vor dem Abriss bewahrt. Die Fördergelder sollen helfen, das Verlorene wiederherzustellen und die Gemeinden beim Wiederaufbau nach Jahren der bergbaubedingten Umwälzungen zu unterstützen.

Die Investitionen ermöglichen es den Bewohnern, ihre Häuser zurückzugewinnen und die lokale Infrastruktur neu aufzubauen. Mit dem nun eingeleiteten Kohleausstieg markiert das Geld einen Schritt zur Wiederherstellung der einst durch den Tagebau bedrohten Dörfer. Im Mittelpunkt der Projekte stehen praktische Bedürfnisse – von Straßen bis zu Gemeinschaftsräumen –, während sich die Region auf eine Zukunft ohne Kohle vorbereitet.

Quelle