22 March 2026, 08:27

Willich streicht Kita-Neubauten – Eltern fordern Transparenz und Lösungen

Eine Gruppe von Kindern hält Schilder und steht vor einem Gebäude, während eine Frau einen Kinderwagen schiebt; auf einem Schild steht: "Wir kommen in Frieden, gebt uns unseren Daddy."

Willich streicht Kita-Neubauten – Eltern fordern Transparenz und Lösungen

Willich hat zwei geplante Kita-Neubauprojekte aufgrund von Haushaltskürzungen und sinkenden Anmeldezahlen gestrichen. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Stadt ihre Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" vorantreibt, die die Bedeutung lokaler Kinderbetreuung betont. Gleichzeitig sorgt das einzige verbleibende Neubauvorhaben – ein umstrittenes generationenübergreifendes Zentrum – für Diskussionen über Finanzierung und Transparenz.

Im März hatten Elternvertreter:innen und der Förderverein der Kita Alperof in einem offenen Brief an Bürgermeister Pakusch um Klarheit über die Betreuungsplanung der Stadt gebeten – vergeblich. Nun folgt ein zweiter Brief, der offizielle Angaben zu längeren Fahrzeiten und Barrierefreiheit infrage stellt.

Das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, das einzige noch verfolgte kommunale Projekt, soll die Kita Alperof aufnehmen. Anders als die gestrichenen Kita-Standorte entsteht diese Einrichtung in einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Ein Investor – vermutlich ein lokaler Projektentwickler – übernimmt rund 60 Prozent der geschätzten Kosten von 15 bis 20 Millionen Euro. Die Stadt steuert 5 bis 7 Millionen Euro aus dem Haushalt bei, ergänzt durch EU-Fördergelder, Grundstücke und zinsgünstige Kredite.

Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen; anschließend soll der Investor den Betrieb übernehmen. Die Einnahmen werden zwischen Stadt und Privatpartner aufgeteilt. Unklar bleibt jedoch, wie viel Einfluss die Kommune auf die Einrichtung behält.

Elterninitiativen haben Bürgermeister Pakusch nun zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen. Sie hoffen auf einen offenen Austausch darüber, wie die Stadt die durch die Streichungen entstandenen Betreuungslücken schließen will.

Das Reinershof-Zentrum bleibt Willichs einziges Kita-Neubauprojekt in der Pipeline. Sein Finanzierungsmodell basiert stark auf privatem Kapital, während sich die Rolle der Stadt auf Teilfinanzierung und Aufsicht beschränkt. Angesichts der beiden gestrichenen Vorhaben warten Familien darauf, wie die Kommunalpolitik den Zugang zu Betreuungsplätzen künftig sichern wird.

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