Wie Duisburg mit Stolpersteinen an NS-Opfer erinnert – ein öffentlicher Vortrag
Janos NeureutherWie Duisburg mit Stolpersteinen an NS-Opfer erinnert – ein öffentlicher Vortrag
Öffentlicher Vortrag zu Stolpersteinen: Die kleinen Messing-Gedenktafeln im Pflaster
Am 10. November 2023 findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über die Stolpersteine statt – jene kleinen Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen sind und an die Opfer der NS-Diktatur erinnern. Die Historikerin Dr. Marina Sassenberg wird die Diskussion leiten und erörtern, wie diese Steine als Form des Gedenkens dienen und welchen Bezug sie zu demokratischen Werten haben. Über 300 dieser Gedenktafeln sind bereits in den Straßen der Stadt zu finden, jede von ihnen gewidmet einem Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
Die Veranstaltung unter dem Titel "Stolpersteine im Pflaster" beginnt um 20:00 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster (Steinsche Gasse 26). Der Eintritt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Im Mittelpunkt des Abends steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Projekt – seine Stärken, aber auch seine Grenzen bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses.
Die Stolpersteine, eine Initiative des Künstlers Gunter Demnig, haben sich zu einem weitverbreiteten Gedenkprojekt in ganz Europa entwickelt. In Duisburg erinnern die Tafeln an Menschen, die während der NS-Zeit deportiert oder ermordet wurden. Weitere Informationen und Anmeldungen sind unter der Telefonnummer +49 203 283-984617 bei der VHS erhältlich.
Der Vortrag bietet die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie Stolpersteine das öffentliche Gedenken und das bürgerliche Engagement prägen. Dr. Sassenberg wird in ihrer Analyse insbesondere ihre Rolle für die Förderung demokratischen Bewusstseins beleuchten. Interessierte sollten sich rechtzeitig einen Platz sichern.






