18 March 2026, 02:33

Wasserburg verhängt Haushaltssperre wegen drohendem 32-Millionen-Defizit bis Jahresende

Schwarzes und weißes Bild eines Gebäudes auf der rechten Seite mit Fußgängern auf der Straße davor und Text auf der linken Seite, der "Alterung der Bevölkerung und die Stabilisierungsrolle der Fiskalpolitik" lautet.

Wasserburg verhängt Haushaltssperre wegen drohendem 32-Millionen-Defizit bis Jahresende

Die Stadtverwaltung hat eine Notfall-Haushaltssperre verhängt und die Ausgaben auf absolute Notwendigkeiten beschränkt. Die Maßnahme wurde nach Prognosen bestätigt, wonach bis Jahresende ein Defizit von 32 Millionen Euro droht. Die Finanzlücke entsteht durch rückläufige Gewerbesteuereinnahmen, geringere staatliche Zuwendungen und verzögerte Grundstücksverkäufe.

Stadtkämmerer Dr. Torsten Spillmann warnte, dass viele Kommunen derzeit mit einer kritischen Haushaltslage kämpften. Die sinkenden Einnahmen und wirtschaftliche Belastungen hätten Wasserburg a. Inn zu diesem dringenden Schritt gezwungen. Die Haushaltssperre gilt bis Dezember – alle freiwilligen oder aufschiebbaren Ausgaben wurden gestoppt oder unterliegen strenger Prüfung.

Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, wie wichtig eine verantwortungsvolle Finanzpolitik sei, um in den kommenden Jahren wieder Handlungsspielraum zu gewinnen. Ein zentrales Problem ist die noch nicht abgeschlossene Übertragung des Baugrundstücks "Malerviertel III" an die WORADO GmbH & Co. KG, die sich jedoch erst im Haushalt 2025 auswirkt. Die Stadt plant, die verbleibende Fläche später zu veräußern, um die aktuelle Einnahmenlücke zu verringern.

Mittelfristig sollen schrittweise Verkäufe von Grundstücken im neuen Stadtteil Malerviertel zwischen 2027 und 2028 mindestens 35 Millionen Euro einbringen. Diese zukünftigen Erlöse sollen helfen, die städtischen Finanzen nach der aktuellen Krise zu stabilisieren.

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Für das Jahr 2025 wird ein Defizit von voraussichtlich 32 Millionen Euro erwartet. Die Verwaltung setzt darauf, dass verschobene Grundstücksverkäufe und strikte Ausgabenkontrollen die finanzielle Belastung mildern. Ziel der Maßnahmen ist es, die Stabilität zu sichern – ohne die Versorgung mit essenziellen Leistungen zu gefährden.

Quelle