15 March 2026, 20:37

Warnübung in Lünen scheitert: Warum alle Sirenen stumm blieben

Eine Gruppe von Menschen vor einem Glaswand-Notfallgebäude mit Säulen, einem Namensschild, Hinweistafeln auf Pfählen und einem Müllcontainer.

Warnübung in Lünen scheitert: Warum alle Sirenen stumm blieben

Geplante Warnübung in Lünen endet mit Panne: Alle Sirenen bleiben stumm

Am 12. März nahm eine geplante Probealarmierung in Lünen eine unerwartete Wendung: Alle 28 Sirenen der Stadt versagten während des Tests – weder der Alarm noch die Entwarnung ertönten. Nun ermitteln Behörden die Ursache für den technischen Defekt.

Die Übung war Teil des jährlichen Warning Day in Nordrhein-Westfalen, bei dem die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme überprüft wird. Zwar funktionierten die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie das Cell-Broadcast-System einwandfrei und informierten Bürger über ihre Mobiltelefone, doch das Sirenennetz in Lünen blieb stumm. Einige Anwohner berichteten, sie hätten zwar Sirenen aus Nachbarstädten gehört, nicht jedoch aus Lünen selbst.

Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes in Lünen, bestätigte den Ausfall. Die Stadt arbeite eng mit dem Kreis Unna zusammen, um die Ursache zu klären. Offensichtlich handelt es sich um ein lokal begrenztes Problem, da keine anderen Kommunen im Land ähnliche Störungen meldeten.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium nutzte den diesjährigen Warning Day, um die Bedeutung der persönlichen Notfallvorsorge zu betonen. Unterdessen verweist Lünen seine Bürger auf die städtische Website, wo unter www.unserwebsite/selfprotectiontips eine Broschüre mit Selbstschutz-Tipps und Krisenplanungs-Hilfen bereitsteht.

Die Stadt kündigte an, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald der technische Fehler behoben ist. Bis dahin rät sie den Einwohnern, auf alternative Warnmethoden wie Mobilfunkbenachrichtigungen zurückzugreifen. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit von Backup-Systemen in der Notfallkommunikation.

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