19 March 2026, 14:38

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Text und Strukturplänen auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, meldet starken Gewinnanstieg für 2025

Das Unternehmen verzeichnete ein kräftiges Wachstum, das auf höhere Mieten, Zusatzdienstleistungen und Immobilienverkäufe zurückzuführen ist. Bereinigter Gewinn und Dividende stiegen ebenfalls, während Pläne zur Schuldenreduzierung und zum Ausbau des Wohnungsbestands vorgestellt wurden.

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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) kletterte um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn folgte mit einem Plus von 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro. Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt.

Ein zentraler Wachstumstreiber waren die Mieteinnahmen. Die durchschnittliche Monatsmiete in Vonovias Bestandswohnungen stieg 2025 auf 8,38 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Deutsche Mieterbund kritisierte die Erhöhungen als "drastisch" und forderte strengere Mieterschutzregelungen.

Um die Schulden schneller abzubauen, verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2.333 Wohnungen. Künftig sollen jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten veräußert werden. Dennoch verfügte Vonovia Ende 2025 noch über rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro.

Der Wohnungsneubau bleibt ein Schwerpunkt. Aktuell entstehen 4.200 neue Wohnungen, langfristig plant das Unternehmen, auf seinen bestehenden Grundstücken über 65.000 zusätzliche Wohnungen zu errichten.

Die Bilanz für 2025 zeigt: Vonovia steigerte seine Gewinne, trieb die Mieten nach oben und forciert die Entschuldung. Mit weiteren Neubauprojekten und höheren Dividenden setzt das Unternehmen auf Wachstum – muss sich dabei aber mit Kritik an den Mietpreisen auseinandersetzen. Die Strategie umfasst sowohl den Verkauf von Bestandsimmobilien als auch den Ausbau des Wohnungsportfolios in den kommenden Jahren.

Quelle