Vom Komiker zum AfD-Unterstützer: Warum Wojciech Oleszczak seine Fans spaltet

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Ein Mann in einem schwarzen Kleid lacht mit einem unscharfen, hell erleuchteten Hintergrund.Admin User

Vom Komiker zum AfD-Unterstützer: Warum Wojciech Oleszczak seine Fans spaltet

Der Komiker Wojciech Oleszczak hat mit seiner Unterstützung für die rechtspopulistische AfD in Deutschland eine Kontroverse ausgelöst. Bekannt für seinen derben Humor als Figur Marek Fis, sieht sich der 44-jährige Künstler nun einer gespaltenen Fangemeinde gegenüber – während die einen entsetzt über seinen politischen Kurswechsel sind, jubeln ihn andere zu.

Die Reaktionen fielen prompt und scharf aus: Freunde brachen den Kontakt ab, und aus Online-Chatgruppen wurde er ausgeschlossen. Doch Oleszczak gibt sich unbeeindruckt und betont, seine Entscheidung habe ihn befreit.

Geboren in Polen, zog Oleszczak im Alter von vier Jahren nach Deutschland, nachdem sein Vater verstorben war. Seine Mutter, eine ausgebildete Agraringenieurin, fand in ihrem Beruf keine Anstellung und zog die beiden Söhne allein auf, während sie in einem Pflegeheim arbeitete. Deutsch lernte er durchs Fernsehen – und entdeckte dort auch sein komödiantisches Talent.

Anfang der 2000er Jahre schuf er die Figur Marek Fis, die mit platten Witzen deutsche und polnische Klischees auf die Spitze trieb. Der Auftritt fand zunächst auf kleinen Clubbühnen Anklang, selbst der österreichische Rennlegsende Niki Lauda wurde auf ihn aufmerksam – und scherzte einst, er werde jeden belohnen, der Oleszczaks Namen richtig aussprechen könne. Später unterschrieb der Komiker bei der Kölner Produktionsfirma Brainpool. Doch die Zusammenarbeit scheiterte: Er fühlte sich künstlerisch eingeengt und verfiel dem Alkohol. Nach einer Entzugstherapie wandte er sich der ernsthaften Schauspielerei zu und wirkte in Filmen wie Kaiserschmarrndrama und Guglhupfgeschwader mit. Jetzt aber überlagert seine politische Haltung seine Karriere.

Als Grund für seine AfD-Unterstützung nennt Oleszczak Bedenken wegen Einschränkungen der Meinungsfreiheit – eine Entscheidung, die viele ehemalige Anhänger vor den Kopf stößt. Trotz des Rückschlags behauptet er, sich zum ersten Mal seit Jahren wirklich frei zu fühlen.

Sein Wandel vom provokanten Komiker zum Rechtspopulisten hat sein öffentliches Image grundlegend verändert. Langjährige Fans und Branchenkollegen distanzieren sich, während eine neue Anhängerschaft seine Haltung feiert. Für Oleszczak selbst scheint die Reaktion jedoch zweitrangig – im Mittelpunkt steht für ihn, was er als Kampf für uneingeschränkte Meinungsäußerung beschreibt.

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