07 May 2026, 20:31

Verkehrsausschuss stoppt Radwegprojekt nach Gerichtsurteil und stockt Nahverkehrsbudget auf

Vielbefahrene Hauptstraße mit Fahrzeugen einschließlich eines Busses und eines Autos, gesäumt von Geländern, mit Brücken, Säulen und Laternen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Verkehrsausschuss stoppt Radwegprojekt nach Gerichtsurteil und stockt Nahverkehrsbudget auf

Ausschuss für Mobilität und Verkehr berät über zentrale Straßenprojekte der Stadt

In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Mobilität und Verkehr wichtige Verkehrsvorhaben in der Stadt geprüft. Dabei wurden mehrere weitreichende Entscheidungen getroffen, darunter Verzögerungen bei Radwegplänen sowie neue Mittel für Ersatzverkehr im Öffentlichen Nahverkehr.

Eines der drängendsten Themen war die gerichtliche Ablehnung eines geplanten Radwegs auf dem Hasenweg in Refrath, die die Behörden zwang, das Projekt vorläufig zu stoppen.

Zunächst billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028, wobei jedoch nur die Pläne für 2026 endgültig festgezurrt wurden. Zu den zentralen Änderungen gehört, dass die Paffrather Straße umgestaltet werden soll – unter anderem mit geschützten Radspuren. Doch diese Vorhaben sind nun unsicher, nachdem das Verwaltungsgericht Köln ein ähnliches Projekt am Hasenweg blockiert hatte. Das Gericht urteilte, die Verkehrsuntersuchungen für die Strecke in Refrath seien unzureichend. Daraufhin kündigte der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda eine Überprüfung an und setzte das Vorhaben vorerst aus.

Ein weiteres zentrales Thema war die Finanzierung: Der Ausschuss stellte 200.000 Euro aus dem städtischen Notfalltopf bereit, um mögliche Lücken im Ersatzbusverkehr der Linie S11 abzufedern. Damit sollen Engpässe vermieden werden, falls das Angebot die Nachfrage nicht decken kann.

Die Bauarbeiten auf der Leverkuser Straße sollen nun erst Ende 2027 beginnen. Das aufgeschobene Projekt sieht umfangreiche Sanierungen in der zweiten Jahreshälfte vor.

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Unterdessen schlug die CDU Aufwertungen für die Straße „Auf der Kaule“ in Refrath vor. Ihr Plan umfasst eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der Einbahnregelung, um die Zufahrt für Lkw zu erleichtern. Personalknappheit in der Straßenunterhaltung erlaubt jedoch derzeit nur die dringendsten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen.

Die Sitzung endete mit mehreren Projekten in der Schwebe – bedingt durch rechtliche und personelle Hürden. Der Radweg am Hasenweg bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt, während die Notfallmittel für den S11-Ersatzverkehr gesichert sind. Die Bauarbeiten auf der Leverkuser Straße starten erst 2027, und die Verbesserungen für den Lkw-Verkehr in Refrath harren noch der Genehmigung.

Quelle