Streit um Theater- und Konzertsaal: SG_zukunft wirft Studie Befangenheit vor
Gisbert HuhnStreit um Theater- und Konzertsaal: SG_zukunft wirft Studie Befangenheit vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theater- und Konzertsaals geübt. Sie wirft der Untersuchung vor, nicht neutral zu sein und von vorneherein durch eine vorgefasste Agenda geprägt worden zu sein.
Laut SG_zukunft stützt sich die Studie übermäßig auf Daten der Stadtverwaltung und der Feuerwehr. Zudem werdeigne zentrale Aspekte wie die graue Energie des Gebäudes sowie ein unterirdischer Bunker auf dem Gelände ignoriert.
Die Fraktion lehnt Pläne ab, das Gebäude für einen Neubau der Feuerwehr- und Rettungswache abzureißen. Sie stellt die Kostenschätzungen für das Projekt infrage und verweist auf frühere Fehlkalkulationen, etwa beim Bau der Feuerwache in Ohligs. Auch die zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen durch eine neue Wache werden als Problem genannt.
SG_zukunft vertritt die Position, dass Kulturgebäude grundsätzlich erhalten bleiben sollten, es sei denn, es gibt zwingende Gründe dagegen. Die politische Debatte um die Zukunft des Standorts dürfte in den kommenden Tagen weiter an Schärfe gewinnen, da in den städtischen Gremien bereits Diskussionen anstehen.
Im Mittelpunkt der Kritik der Fraktion stehen die methodischen Mängel der Studie sowie die Vernachlässigung ökologischer und baulicher Fragestellungen. Der Streit spiegelt die tiefen Gräben wider, die zwischen Befürwortern eines Abrisses und denen bestehen, die das Theater und den Konzertsaal erhalten wollen. Die Stadtverwaltung wird die Einwände nun in den anstehenden Sitzungen prüfen.
