Stichwahl in Solingen: Warum weniger Bürger ihre Briefwahlstimmen abgaben
Irmtrud BolzmannStichwahl in Solingen: Warum weniger Bürger ihre Briefwahlstimmen abgaben
Stichwahl um Solingens Oberbürgermeister: Rücklauf der Briefwahlstimmen sinkt
Bei der Stichwahl um das Amt des Solinger Oberbürgermeisters ging der Rücklauf der Briefwahlstimmen im Vergleich zu früheren Jahren zurück. Wie die Behörden mitteilten, sandten 73,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmzettel zurück – ein Rückgang gegenüber den 81 Prozent bei der Stichwahl 2015. Die engen postalischen Fristen trugen maßgeblich zur geringeren Beteiligung bei.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 16.415 Briefwahlstimmen ausgezählt. Allerdings nutzten 6.466 wahlberechtigte Bürger ihr Recht auf Briefwahl nicht. Das bedeutet, dass etwa jeder vierte Antragsteller seinen Stimmzettel nicht zurückschickte und damit die Chance zur Stimmabgabe verpasste.
Die Stadt hatte die Wähler wiederholt an Fristen, Abläufe und mögliche Risiken erinnert. Trotz dieser Bemühungen blieb die Rücklaufquote hinter früheren Wahlen zurück. Zum Vergleich: Bei der Hauptwahl 2015 lag die Wahlbeteiligung mit 91,38 Prozent deutlich höher.
Für diejenigen, die ihre Wahlunterlagen noch nicht erhalten hatten, stellte das Wahlamt Ersatzdokumente aus. Dadurch konnten 1.348 Wähler ihre Stimme stattdessen persönlich in den Wahllokalen abgeben.
Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine geringere Wahlbeteiligung als Hauptwahlen – und die diesjährigen Zahlen bestätigen diesen Trend. Durch den Rückgang der zurückgesandten Briefwahlstimmen spiegelt das Endergebnis sowohl postalische Verzögerungen als auch eine nachlassende Wahlbereitschaft wider. Die Informationskampagnen der Stadt konnten den Rückgang nicht vollständig ausgleichen.






