Schwere Hooligan-Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel: Spielabbruch und Festnahmen
Gisbert HuhnSchwere Hooligan-Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel: Spielabbruch und Festnahmen
Bei einem Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen, die einen Polizeieinsatz erforderlich machten. Die Partie wurde schließlich abgebrochen, nachdem Pyrotechnik auf das Spielfeld geworfen worden war. Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Hooligans und Einsatzkräften führten zu mehreren Festnahmen.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gäste mit Böllern im Stadion für Aufruhr sorgten. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel, nachdem ein weiterer Sprengkörper auf dem Platz gelandet war, und wertete die Partie zugunsten von Wattenscheid.
Vor dem Stadion drangen etwa 40 Personen auf die Gleisanlagen ein, rissen Schottersteine heraus und verursachten vorübergehende Zugausfälle. Die Polizei griff ein, um eine direkte Konfrontation zwischen Ahlen-Hooligans und ihren Verbündeten aus Zwolle zu verhindern. Dennoch kam es im und um das Stadion zu Scharmützeln. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange geschlagen worden war.
Die Behörden nahmen drei Zwolle-Anhänger fest: Zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft. Nun wird wegen Landfriedensbruchs und Angriffs auf Polizeikräfte ermittelt. Bisher wurden keine Verletzungen bei Unbeteiligten gemeldet.
Der Vorfall reiht sich in ähnliche Vorkommnisse im Jahr 2026 ein, darunter eine Massenschlägerei in Dortmund, nachdem Busse von HSV-Fans angegriffen worden waren – damals gab es 152 Festnahmen. In Wolfsburg gerieten Werder-Bremen-Anhänger vor einem Spiel in der Volkswagen Arena mit Ordnern und der Polizei aneinander.
Der Spielabbruch unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Hooligan-Gewalt im deutschen Fußball. Die Polizei prüft derzeit die Sicherheitsvorkehrungen, während den Festgenommenen Anklagen wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung drohen. Vereine und Behörden stehen unter Druck, weitere Störungen bei künftigen Veranstaltungen zu verhindern.






