05 June 2026, 16:11

Phoenix-Engineering-Arbeiter kämpfen um Lohn und Dach über dem Kopf

Keine Bezahlung, kein Wohnen: Faseroptik-Arbeiter im Rhein-Lahn-Kreis in Not

Phoenix-Engineering-Arbeiter kämpfen um Lohn und Dach über dem Kopf

Beschäftigte von Phoenix Engineering ohne Lohn und von Räumung bedroht

Arbeiter, die für das Unternehmen Phoenix Engineering tätig sind – einen Auftragnehmer, der im Rhein-Lahn-Kreis Glasfaserkabel verlegt – erhalten seit Wochen keinen Lohn mehr und stehen vor der Obdachlosigkeit. Das in Insolvenz gegangene Unternehmen hat Dutzende Mitarbeiter, meist aus Rumänien und Griechenland, ohne Einkommen zurückgelassen. Viele können Miete und Grundbedürfnisse nicht mehr decken.

Doch während die Betroffenen um ihre Existenz kämpfen, steht das Glasfaserprojekt selbst kurz vor dem Abschluss: Die meisten Kabel sind bereits verlegt und einsatzbereit.

Phoenix Engineering, Generalunternehmer für das Projekt „Our Green Fiber“, war für den Ausbau von Glasfasernetzen in über 20 Gemeinden zuständig. Das Unternehmen meldete jedoch kürzlich Insolvenz an – als Gründe wurden gestiegene Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen genannt. Die Folgen: Rund 30 rumänische und mehrere griechische Arbeiter warten seit Wochen auf ausstehende Löhne, die sich auf mehrere Tausend Euro pro Person belaufen.

Die finanzielle Pleite hat drastische Konsequenzen. Da Vermieter keine Mietzahlungen mehr erhalten, flatterten Räumungsklagen ins Haus. In Vallendar wurden Arbeiter ohne Vorwarnung aus ihren Wohnungen gewiesen. Alexandru Dodo, einer der betroffenen Beschäftigten, droht die Kündigung seiner Wohnung in Koblenz-Güls.

Mittlerweile hat ein Insolvenzverwalter die Auszahlung von Löhnen und Gehältern bis Oktober 2025 über Insolvenzgeld sichergestellt. Dennoch lehnen viele Arbeiter staatliche Sozialhilfe in Deutschland ab und suchen stattdessen rechtliche Unterstützung bei der Linken in Koblenz.

Die Affäre zieht weitere Kreise: Gegen ein weiteres Unternehmen der Glasfaserbranche mit Sitz in Köln wurde Strafanzeige erstattet. Unterdessen bestätigte die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, dass der Großteil der Netzkabel verlegt und funktionsfähig ist.

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Die Insolvenz von Phoenix Engineering hat die Arbeiter ohne Einkommen zurückgelassen und sie in die Gefahr gebracht, ihre Wohnungen zu verlieren. Während das Glasfaserprojekt voranschreitet, kämpfen die Betroffenen weiter um ausstehende Löhne und rechtlichen Beistand. Zwar soll der Insolvenzverwalter die Gehälter absichern – doch die akuten Wohnungs- und Finanznöte der Arbeiter bleiben vorerst ungelöst.

Quelle