19 April 2026, 12:27

NRW-Wirtschaft 2025: Nur 0,1 Prozent Wachstum – die Gründe für die Krise

Balkendiagramm, das das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, wobei jedes Land durch einen unterschiedlich farbigen Kreis dargestellt ist.

Prognose: NRW-Wirtschaft wächst nur leicht - NRW-Wirtschaft 2025: Nur 0,1 Prozent Wachstum – die Gründe für die Krise

Nordrhein-Westfalens Wirtschaft steht vor einem schwierigen Jahr – Wachstum 2025 bei nur 0,1 Prozent

Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen sieht sich 2025 mit herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert: Das Wachstum wird nun auf magere 0,1 Prozent prognostiziert – eine weitere Absenkung gegenüber der früheren Frühlingsprognose von 0,3 Prozent. Als Hauptgründe für die gedämpfte Entwicklung nennen Experten den zunehmenden globalen Protektionismus, hohe Energiekosten und aggressive Handelspolitik, die die wirtschaftliche Erholung bremsen.

Die Schwächephase des Landes fällt in eine Zeit ohnehin schwachen bundesweiten Wachstums. Für Deutschland insgesamt erwartet das RWI-Institut 2025 lediglich ein Plus von 0,2 Prozent. Besonders spürbar ist der Rückgang in Nordrhein-Westfalen, wo die Exporte in die USA unter den amerikanischen Zöllen leiden.

Trotz hoher staatlicher Ausgaben ist es bisher nicht gelungen, einen kräftigen Aufschwung in Gang zu setzen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur setzt darauf, dass öffentliche Investitionen mittelfristig für Schwung sorgen werden. Doch strukturelle Probleme bleiben bestehen: Unternehmen in der Region kämpfen weiterhin mit hohen Kosten und nachlassender Wettbewerbsfähigkeit.

Mittelfristig hellt sich die Perspektive leicht auf: Für 2026 wird ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet – und damit ein Gleichziehen mit der prognostizierten bundesweiten Rate. Dennoch unterstreicht die zögerliche Erholung die anhaltenden Belastungen durch Handelsbarrieren und Energiekosten.

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Die nach unten korrigierten Prognosen verdeutlichen, wie fragil die wirtschaftliche Lage Nordrhein-Westfalens derzeit ist. Mit einem Wachstum knapp über der Stagnation im Jahr 2025 wird die Region auf öffentliche Investitionen und eine schrittweise Entspannung der Handelskonflikte angewiesen sein. 2026 zeichnet sich zwar eine leichte Besserung ab, doch Herausforderungen wie hohe Kosten und schwache Wettbewerbsfähigkeit bleiben bestehen.

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