02 April 2026, 00:28

NRW plant Kita-Reform: Kernzeiten sollen Personalmangel und Familienalltag entlasten

Ein Plakat mit dem Text "Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?" begleitet von Bildern.

NRW plant Kita-Reform: Kernzeiten sollen Personalmangel und Familienalltag entlasten

Nordrhein-Westfalen plant Reform des Betreuungssystems unter neuer Kinderministerin

Nordrhein-Westfalen steht vor einer Reform seines Kindergeld-Betreuungssystems unter der neuen Familienministerin Verena Schäffer von den Grünen. Sie hat Änderungen bei den Öffnungszeiten von Kitas vorgeschlagen, um Personalmangel zu beheben und gleichzeitig Familien zuverlässigere Betreuungsangebote zu bieten.

Das geplante Kinderbildungsgesetz sieht vor, die Betreuungszeiten in zwei Abschnitte zu unterteilen: Ein festes Kernteam würde täglich fünf Stunden "Kernzeit" abdecken, während zusätzliche Kräfte die verbleibenden "Randzeiten" übernehmen. Diese Ergänzungskräfte benötigten nur zwei statt der üblichen drei Jahre Ausbildung, behielten aber pädagogische Qualifikationen.

Schäffer räumt offen den anhaltenden Fachkräftemangel im Betreuungssektor ein. Die Reform solle mehr Stabilität ins System bringen, so die Ministerin. Kritiker befürchten jedoch, dass die Qualität der Betreuung darunter leiden könnte.

Ähnliche Kernzeitmodelle wurden bereits in anderen europäischen Ländern erprobt. In Teilen Skandinaviens führten sie zu besserer Personalplanung und mehr Planbarkeit für Familien. In Deutschland und Österreich hingegen resultierte der Ansatz in weniger Flexibilität für berufstätige Eltern, höheren Kosten und Problemen in ländlichen Regionen mit geringeren Kindergeld-Empfängern.

Das neue Gesetz würde die Personalstrukturen und Ausbildungsanforderungen anpassen. Falls verabschiedet, könnte es die Arbeitsweise von Kitas in der gesamten Region grundlegend verändern. Der Erfolg der Reform hängt davon ab, ob es gelingt, Zuverlässigkeit mit hohen Betreuungsstandards in Einklang zu bringen.

AKTUALISIERUNG

NRW's Kita Reform Gains Legislative Momentum

The reform process has entered a formal stage as the state government submitted the draft Kinderbildungsgesetz to the Landtag. The proposed law includes a Kita-Sozialindex to identify priority sites for expansion, with development scheduled for mid-2026. This legislative step precedes Minister Schäffer's public advocacy of the core-hours model, which remains central to addressing staffing shortages.