NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Ministerin warnt vor Tierstress und Kosten
Gisbert HuhnKein flächendeckender Hühnerverschlagzwang in NRW - NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Ministerin warnt vor Tierstress und Kosten
Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel in Nordrhein-Westfalen ab
Die Entscheidung fällt angesichts des Drucks des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), der eine bundesweite Regelung fordert. Gorißen betonte, dass zunächst Tierwohl und wirtschaftliche Folgen sorgfältig abgewogen werden müssten.
Der ZDG drängt die Politik dazu, eine generelle Stallpflicht für alles Geflügel durchzusetzen. Verbandspräsident Hans-Peter Goldnick bezeichnete diese Maßnahme als einen der wichtigsten Schritte, die Behörden ergreifen könnten. Die Ministerin warnte jedoch, dass eine plötzliche Unterbringung von Tieren, die an Auslauf gewöhnt sind, in geschlossenen Räumen bei ihnen schweren Stress auslösen würde.
Gorißen verwies zudem auf die finanzielle Belastung, die ein pauschales Verbot für kleine Betriebe darstellen würde. Das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin stellte klar, dass die Seuchenprävention bei Nutztieren in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer liege. Da die regionalen Gegebenheiten stark variierten, sei eine einheitliche Lösung nicht praktikabel.
Das Ministerium unterstrich, dass über eine mögliche Stallpflicht mit großer Vorsicht entschieden werden müsse. Während der Verband weiterhin für strengere Vorschriften wirbt, spiegelt Gorißens Haltung die Sorge um das Wohl der Tiere sowie die wirtschaftlichen Folgen für die Landwirte wider.
Nordrhein-Westfalen wird vorerst keine verpflichtende Stallhaltung für Geflügel einführen. Die Ablehnung der Ministerin folgt auf Warnungen vor Stress bei den Tieren und zusätzlichen Kosten für die Betriebe. Die Debatte dürfte jedoch anhalten, da der ZDG weiterhin auf bundesweite Regelungen pocht.






