NRW hält an Schulpflicht trotz Nahverkehrsstreiks fest – Eltern in der Zwickmühle
Irmtrud BolzmannNRW hält an Schulpflicht trotz Nahverkehrsstreiks fest – Eltern in der Zwickmühle
Schulpflicht bleibt in Nordrhein-Westfalen auch bei angekündigten Nahverkehrsstreiks bestehen
Trotz angekündigter Streiks im öffentlichen Nahverkehr müssen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen weiterhin zur Schule gehen. Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder trotz der durch Ausfälle verursachten Schwierigkeiten in die Klasse zu bringen. Die Regelung sorgt bei vielen Familien für Diskussionen, die mit organisatorischen Hürden kämpfen.
Das Bildungsministerium des Landes hat klargestellt, dass Distanzunterricht während der Streiktage keine Option ist. Einige Eltern hatten sich für Online-Unterricht ausgesprochen, um die Belastung für berufstätige Familien zu verringern. Die Behörden lehnten den Vorschlag jedoch ab und bestehen auf die unverzichtbare Präsenzpflicht.
Viele Haushalte haben mit den Folgen der Regelung zu kämpfen. Manche verfügen nicht über ein eigenes Auto, andere sind auf alleinerziehende Elternteile angewiesen, die gleichzeitig einer Vollzeitstelle nachgehen. In der Folge mussten zahlreiche Eltern ihre Arbeitszeiten umstellen, um ihre Kinder zur Schule zu begleiten.
Der Nahverkehrsbetreiber MoBiel hat zugesagt, bei dem für Freitag geplanten Streik Schulverbindungen priorisiert zu bedienen. Dennoch bleiben für Familien ohne Alternativen erhebliche Hindernisse bestehen. Anders als Nordrhein-Westfalen erlaubt Berlin Schulen, Ausnahmen zu gewähren – NRW hält jedoch an seiner strengen Linie fest.
Die geltenden Bestimmungen legen die Verantwortung für die Schulteilnahme während Streiks allein in die Hände der Eltern. Ohne Distanzunterricht oder flächendeckende Verkehrsalternativen müssen viele Familien weiterhin nach Lösungen suchen. Eine Änderung der Regelung ist vorerst nicht in Sicht – betroffene Haushalte sind gezwungen, sich so gut wie möglich anzupassen.






