Netflix-Kunden können zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern – so geht's
Irmtrud BolzmannNetflix-Kunden können zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern – so geht's
Netflix-Kunden könnten nach einem aktuellen Gerichtsurteil zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern. Eine Kanzlei stellt nun ein kostenloses Muster-Schreiben bereit, mit dem Nutzer Erstattungen vom Streamingdienst einfordern können.
Betroffen sind Abonnenten, die in den vergangenen Jahren Preiserhöhungen über ein Pop-up-Fenster akzeptiert haben. Gerichte urteilten, dass solche Anpassungen einer echten, freiwilligen Zustimmung der Kunden bedürfen – ein einfacher Klick reicht nicht aus.
Laut Entscheidung haben betroffene Nutzer drei Jahre Zeit, um individuell gegen Netflix zu klagen. Der Fall sendet zudem ein Signal an die Branche: Unternehmen dürfen Preisänderungen nicht ohne ordnungsgemäße Vereinbarung durchsetzen. Eine Verbraucherschutzbehörde könnte zudem eine Sammelklage einreichen, ähnlich wie kürzlich gegen Amazon.
Die rechtliche Entwicklung stärkt die Rechte der Verbraucher gegen automatische Preiserhöhungen. Nutzer können nun Schritte einleiten, um Gelder zurückzuerhalten – entweder einzeln oder im Rahmen einer möglichen Gruppenklage. Die dreijährige Frist für Rückforderungen hat bereits begonnen.
