NATO-Chef Rutte besucht AWACS-Stützpunkt in Geilenkirchen mit Ministerpräsident Wüst
Irmengard SteinbergNATO-Generalsekretär Rutte besucht NRW - NATO-Chef Rutte besucht AWACS-Stützpunkt in Geilenkirchen mit Ministerpräsident Wüst
NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird an diesem Donnerstag den Flugstützpunkt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen besuchen. Die Einrichtung beherbergt das Luftüberwachungs- und Frühwarnsystem der Allianz, bekannt als AWACS. Bei dem Rundgang wird Rutte von Ministerpräsident Hendrik Wüst begleitet.
Der Stützpunkt Geilenkirchen, nahe Aachen gelegen, betreibt eine Flotte von vierzehn umgebauten Boeing-707-Maschinen. Die Flugzeuge sind leicht an ihren markanten pilzförmigen Radarkuppeln zu erkennen. Jedes Flugzeug hat eine Reichweite von 9.250 Kilometern und kann andere Flugzeuge aus über 400 Kilometern Entfernung orten, identifizieren und verfolgen.
Die multinationale Einheit dient sowohl als fliegendes Kommandocenter als auch als Aufklärungsplattform. Sie führt klassische Luft- und Seeraumüberwachung durch und koordiniert gleichzeitig Reaktionen auf potenzielle Bedrohungen. AWACS hat im Laufe der Jahre Einsätze auf dem Balkan und in Afghanistan unterstützt.
Nach Russlands großangelegtem Angriff auf die Ukraine verlegte die NATO vorübergehend einige AWACS-Flugzeuge nach Rumänien. Dort unterstützen sie die Überwachung des Schwarzen Meeres, indem sie Marschflugkörper in niedriger Flughöhe verfolgen, die von russischen Kilo-Klasse-U-Booten abgefeuert werden. Das System liefert zudem Daten an Patriot-Flugabwehrraketenbatterien in der Region. Im Februar 2026 nahm AWACS an einer Anti-Drohnen-Übung auf dem Luftstützpunkt Mihail Kogălniceanu teil – als Teil verstärkter Wachsamkeitsoperationen wie Eastern Sentry.
Der Besuch unterstreicht die anhaltende Bedeutung von AWACS für die Verteidigungsstrategie der NATO. Das System bleibt ein zentrales Instrument für die Fernaufklärung und die Koordination von Kommandostrukturen. Die Stationierung in Rumänien spiegelt den Fokus des Bündnisses auf die Überwachung regionaler Sicherheitsrisiken wider.






