07 June 2026, 04:22

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Kollaps mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in NRW bricht ein    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Kollaps mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in Deutschland bricht dramatisch ein – doch Mönchengladbach schwimmt gegen den Strom

Der Wohnungsbau in Deutschland ist aufgrund steigender Kreditzinsen, explodierender Kosten und rückläufiger Baugenehmigungen stark eingebrochen. In Nordrhein-Westfalen erreichte die Bauaktivität 2025 mit nur 37.185 fertiggestellten Wohnungen den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Doch Mönchengladbach bildet eine Ausnahme: Die Stadt fast verdreifachte ihre Bauleistung innerhalb eines einzigen Jahres.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang – die Zahl der fertigen Wohnungen lag 9,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Bauquote des Landes beträgt nun nur noch 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und ist damit so schwach wie seit 2011 nicht mehr. Experten führen den Einbruch auf höhere Zinsen, stark gestiegene Materialpreise und einen Rückgang der genehmigten Bauvorhaben zurück.

Mönchengladbach jedoch trotzt diesem Abwärtstrend. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 Wohnungen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Stadt auf Platz drei der kreisfreien Städte in NRW und übertrifft den Landesdurchschnitt um 43 Prozent.

Hinter dem Erfolg steht eine Reihe gezielter Maßnahmen. Bereits 2023 startete die Stadt die „Wohnungsbauinitiative“ und pumpte 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau. Ein Jahr später folgte die Bewilligung von 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für 218 neue Wohneinheiten – fast auf dem Rekordniveau von 2024. Auch die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau stiegen massiv: 2024 wurden 274 Prozent des Budgets ausgeschöpft, nach nur fünf Prozent im Jahr 2021.

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Oberbürgermeister Felix Heinrichs führt den Fortschritt auf langfristige Planung und entschlossenes Handeln zurück. Das Programm „Wohnen für alle“ setzt auf bezahlbaren Wohnraum, barrierefreie Konzeptionen und die Aufwertung innerstädtischer Viertel. Während andere Kommunen mit dem Bauen hadern, hält Mönchengladbach so die Dynamik aufrecht.

Der Erfolg der Stadt steht in krassem Gegensatz zum allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen. Mit 758 fertiggestellten Wohnungen 2025 und einer deutlich überdurchschnittlichen Bauquote scheinen die städtischen Strategien zu greifen. Der Rest der Region hingegen kämpft weiterhin mit hohen Kosten und schwierigeren Finanzierungsbedingungen.

Quelle