Mönchengladbach stimmt über olympische Zukunft bei Rhein-Ruhr 2036 ab
Janos NeureutherMönchengladbach stimmt über olympische Zukunft bei Rhein-Ruhr 2036 ab
Die Einwohner Mönchengladbachs entscheiden in Kürze, ob sich die Stadt dem Bewerbungsverfahren der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele anschließen soll. Ein Briefwahlverfahren läuft ab Mitte März, die Stimmabgabe muss bis zum 15. April erfolgen. Das Ergebnis könnte die Rolle der Stadt bei einem künftigen olympischen Großereignis prägen – möglicherweise bereits 2036.
Zwischen dem 16. und 29. März erhalten alle wahlberechtigten Bürger die Unterlagen per Post. Jedes Paket enthält einen Stimmzettel, einen blauen Umschlag für die Stimme, eine Wahlbenachrichtigung, einen roten Rückumschlag sowie eine Informationsbroschüre. Teilnehmen dürfen nur Personen ab 16 Jahren, die in Mönchengladbach gemeldet sind und die deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen.
Auf dem Stimmzettel wird eine einzige Frage gestellt: ob die Wähler die Beteiligung der Stadt an der regionalen Olympiabewerbung unterstützen. Damit das Ergebnis Gültigkeit erlangt, müssen mindestens 10 Prozent der Wahlberechtigten – etwa 20.400 Menschen – mit "Ja" stimmen. Bei einer Einwohnerzahl von 267.213 hängt der Erfolg des Bürgerentscheids von der Beteiligung ab.
Alle Stimmen müssen bis zum 15. April, 16:00 Uhr, im Briefwahlzentrum eingehen. Vier Tage später beginnt die Auszählung im Berufskolleg an der Volksgartenstraße, wo rund 1.200 Wahlhelfer die Stimmzettel aus 110 Bezirken bearbeiten werden. Bei einem positiven Ausgang würde Mönchengladbach die olympischen Hockeyturniere im HockeyPark und im Borussia-Park ausrichten.
Die Gültigkeit des Referendums steht und fällt mit der Erfüllung der 10-Prozent-Hürde. Stimmt die Bevölkerung zu, könnte die Stadt eine zentrale Rolle in der Rhein-Ruhr-Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 spielen. Die endgültigen Ergebnisse werden nach dem 19. April bekannt gegeben.