Mönchengladbach saniert acht Schulen für Klimaschutz und Energieeffizienz bis 2028
Irmengard SteinbergMönchengladbach saniert acht Schulen für Klimaschutz und Energieeffizienz bis 2028
Mönchengladbach hat acht Schulen für umfassende energetische Sanierungen zwischen 2026 und 2028 ausgewählt. Im Mittelpunkt der Projekte stehen die Modernisierung der Heizsysteme und der Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und eines stabilen, aber hohen Verbrauchs in den städtischen Gebäuden.
Zu den ausgewählten Schulen gehören die Grundschule Pastorenbusch, die Grundschule Rhener Straße und die Gesamtschule Hardt. Ziel der Initiative ist es, die Emissionen zu senken und gleichzeitig die Effizienz in einigen der größten Energieverbraucher der Stadt zu verbessern.
Schulen in Mönchengladbach sind für fast die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs und über 60 Prozent des Erdgasbedarfs in kommunalen Liegenschaften verantwortlich. Dennoch zeigten die Energiedaten für 2024 kaum Veränderungen: Der Stromverbrauch blieb bei 13,32 Millionen Kilowattstunden, während der Erdgasverbrauch mit 50,4 Millionen Kilowattstunden konstant blieb.
Der Verbrauch von Heizöl stieg jedoch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen Kilowattstunden an. Behördenführende führten dies auf Vorratskäufe im Jahr 2022 zurück. Gleichzeitig schnellte die Gesamtenergierechnung der Stadt stark in die Höhe und erreichte 10,7 Millionen Euro – ein Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zu 2023.
Bereits jetzt laufen Bemühungen, die Energieeffizienz zu steigern. Eine kürzliche Modernisierung der Beleuchtung kostete rund 850.000 Euro, wobei die Hälfte der Summe durch Bundeszuschüsse gedeckt wurde. Zudem hat die Stadt in den vergangenen zwei Jahren ihr Energiemonitoring ausgebaut. Geplant sind unter anderem der Austausch alter Stromzähler durch digitale Modelle sowie die Vernetzung von Wasser- und Wärmezählern mit einer zentralen Datenplattform.
Für den Zeitraum 2026 bis 2028 liegt der Fokus auf der Sanierung der Heizsysteme, Gebäudesanierungen und der Installation von Solaranlagen. Diese Maßnahmen sollen den CO₂-Fußabdruck der kommunalen Gebäude verringern, der 2024 bei 16.643 metrischen Tonnen CO₂-Äquivalenten lag.
Die ausgewählten Schulen werden zu den ersten gehören, die von den anstehenden Energieverbesserungen profitieren. Die Investitionen der Stadt folgen auf Jahre hohen Verbrauchs und steigender Kosten. Bei Erfolg könnten die Modernisierungen als Vorbild für weitere Effizienzprojekte in den öffentlichen Gebäuden Mönchengladbachs dienen.






